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Kulturge|d)id)tlicf)es.
7 ©Ir. (ä 24 arg. a 18 „Deniren") auf 3 toei ©ermine, tTtidjaelis unbBMpurgis, erlegen. ©s befanb fid) im Dorfe ein ©ut 3 U IV 2 fjufen,3 toei 3 U 1 fjufe, nier 3 U V 2 f)uf e » ferner gab es 3 toei ffiärtner, bie3 ufammen 5 ©aler, brei pausier, bie 3 ufammen 3 ©aler geben follten.5erner Ratten alle Untertanen bes Dörfleins bie ©rb 3 infen, bas Angelb,bas (Betreibe, bie I)üf)ner unb (Eier nad) Ausroeis ber alten Hegifter,ebenfo ben Ab 3 ug (t>om fjunbert nier RTarlt (Börli^ifd), jebe 3 U 48 bl. ©r.,jeber ffirofdjen 3 U 7 Pf.; oon ben übrigen UTarben 4 bl. ©r.), foroie bieSteuern 3 U entridjten 1 ). — 3oh anria ©aroline u. Ponicbau beroilligte,roie bies fdjon if)re Dorfafjren getan fjatten, im 3al)re 1780, baff bieUntertanen bes Rittergutes Stadja ein Dienftgelb entrichteten, anftattihre Roboten in natura 3 U leiften. Daneben hatten bie Untertanen bie„(Erbenntlichbeit" 3 U erlegen: ein gan 3 er Bauer 1 ©Ir., ein halber 12 ©r.,ein ©ärtner 8 ©r., bie brei pausier 4, 2 unb 1 ©r. jährlich 2 ).
Dajj bie oon ben fjerrfdjaften oft majjlos gefteigerten Sronenbie Untertanen, bei benen auch allmählich ein geroiffes Selbftberoujjtfeinerroad)te, in manchen 5 äUen üeranlajjten, gegen bie ungerechten 5 or=berungen unb Bebrüdtungen fid) auf 3 ulel)nen, ift roofjl begreiflich. 3mgünftigen 5 n Ue fanben bie entftanbenen Errungen nad) oft jahrelangemPro 3 effieren ihren Abfdjluh in Dergleichen, bie aber bäum je 3 um Dor=teil ber Untertanen enbigten. ©in 5 fl s 3 ibel bes t). = St. = A. in Dresben,Loc. 9516, „Confirmationes über bie oerglidjene 3rrungen 3 roifd)en ben£anb=Stänben unb beren Unterthanen im Utarggraffthum ffiberlaufit}1650 — 74" gemährt einen lehrreichen ©inblicb in bie <Ein 3 elb)eiten ber=artiger Dergleidje. —
Die ©rbuntertänigbeit unb ber Dienft 3 toang rourben in ber preu=hifdjen (Dberlaufitj im 3 a h re 1820 aufgehoben 3 ). Das Königreich Sadjfenerhielt am 4. September 1831 eine Derfaffung; am 17. Utär 3 1832 4 ) er=ging bas „©efeij über flblöfungen unb ffiemeint)eitstl)eilungen", bas im§ 292 bie roid)tige Beftimmung enthält, baf} uom 1 . April 1832 an bie©rbuntertänigbeit in ber ©berlaufit} aufhört. § 300 beftimmt ferner,bafe mit ber Ablöfung ber Dienfie aud) bie Aufhebung bes £affiten=Dertjältniffes uerbunben roerben muf^. ©s bann aud) ohne gleid) 3 eitigeDienjtablöfung |orool)I bie £)errfd)aft, als aud) ber £affit, auf Derroanb=lung bes £ajjeigentums in freies ©igentum antragen. „Das erblänbifdjeRtanbat nom 13. Auguft 1830, allgemeine Red)tsgrunbfätje über $rohn=unb Dienftfadjen ift 3 toar für bie ©berlaufitj nid)t publ^iert roorben;es follen aber bie barin enthaltenen Red)tsgrunbfät}e, inforoeit bie ab=roeidjenben bortigen Derljältniffe ihre Anroenbung 3 ulaffen unb bal)er mitgeroiffen ©infd)ränbungen unb Abänberungen bei ben Ablöfungs»oerhanblungen .... als ©runblage angenommen roerben". —
9 £ef)nsabten (Ebersbad). Der Befreiungsbrief tourbe bejtätigt 00 m tfauptmannbes ©örlitjer Jürftentums ©eorg d. ttoflit).
2 ) Don uns bereits ermähnt im neuen £auj. TTtag. Bb. 75, S. 61, flnra. 2.
8 ) 3- ®. Iltifchfte, Das Iltarkgraft£)um ®ber = £aufitj Kgl. preufjifd)en flntf)eils,1861, S. 17.
4 ) Sammlung ber ffiejetje unb Derorbnungen für bas Kgr. Sadjfen, 1832,S. 163 ff., bef. S. 238-242.