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ist cs dagegen gleichzeitig mit Silber in Berührung, so erfolgtdie Auflösung viel schneller. Das Silber wird dagegen nichtangegriffen.
Ebenso verhält sich Kupfer, welches mit Silber zusam-men geschmolzen ist. Das Kupfer welches sich mit sammtdem Silber auf der Oberfläche I2löthiger Löffel befindet, wirddaher von Säuren schnell hinweg genommen, das Silber aberbleibt, wodurch dann die Oberfläche silberreicher und da-durch weißer wird. Hierauf beruht das Weiß sieden derSilbermünzen und des Silbergeräths. Ein gewöhnlicher silber-ner Löffel kann daher Speisen vergiften, ohne daß man es ihmansieht. Läßt man ihn z. B- über Nacht in einer sauren Speise,so zeigt er sich nach dem Herausnehmen blanker als zuvor,aber was wohl zu merken auch leichter, er hat Kupferverloren, das in die Speisen übergegangen ist.
S. 60. ist erwähnt worden, daß das Anlaufen des Sil-bers vom Schwefel besonders vom Schwefelwasserstoff herrührt.Man reinigt ein solches Silber durch Ueberstreichen mit starkemWeingeist und Kreide und Abreiben mit einer Bürste, wennder Anstrich trocken geworden. Oder auch durch Scheuern mitOfenruß und Essig.
Das salpetersaure Silberoxyd. dessen Bestandthcile und Dar-stellungsweise oben sS.288u.89.) gedachtworden, wirkt ätzendauf thierische Körper, Haut, Horn, Nägel rc. und färbt sieschwarz. Man nennt es daher auch Höllenstein. Es istoft zum Wegbeizen der Warzen und Leichdörner empfohlenworden, erfordert aber eine sehr große Vorsicht bcyder Anwendung, namentlich bey Leichdörnern. Kommtnehmlich etwas salpetersaurcs Silber auf die Nägel, was be-sonders bey denen der Fußzehen, die nicht selten über einanderliegen, leicht möglich ist, so ist der Nagel unwieder-bringlich verloren, er löst sich ab und es dauert sehr langeehe er durch einen gesunden wieder ersetzt wird.
Die schwarze Farbe, welche dieses Salz den Pflanzen- undThicrstoffen mittheilt, wird besonders durch das Licht hervorge-rufen und ist die ächtcste die man kennt. Man wendet
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