288
rosten macht und den Zündkanal verstopft. Der Zündkanalmüßte in diesem Fall von Platin seyn.
Ein Hauptgrund der sich gegen das Zündkraut aus Knall-quecksilber und für das aus chlorsaurem Kali anführen läßt,ist daß es noch mancherley unbekannte Umstande gicbt, die dasVerplatzen des erster«, und folglich das Losgehen der Gewehrebewirken, was bey letzterem nur durch heftigen Stoß geschieht.Man hat also bey diesem mehr Sicherheit als bey jenem.
Mit dem Schwefel bildet das Quecksilber den bekanntenZinnober. Erbestehtaus
1 M. G-oder 101 Loth Quecksilber1 M. G. oder 16 Loth Schwefelund wird erhalten, wenn man beyde in diesem Verhältnißin verschlossenen Gefäßen erhitzt, wobey der Zinnober in dieHöhe steigt.
Auch erhält man ihn ohne Anwendung von Hitze, wennman 4 Loth Quecksilber,
1 Loth Schwefel,
3 Loth Aetzkali und6 Loth Wasser
in einer wohl verwahrten Flasche an das Gatter einer Sägc-mühle oder das Schwungrad einer Dampfmaschine bindet undso 24 — 36 Stunden schütteln läßt.
Hiebey muß aber der Einstuß des Lichts abgehalten werden,im Dunkeln fällt der Zinnober schöner aus.
S. 116. ist dcrAuflösungdes salpetersauren Queck-silberoxyduls gedacht worden als eines Mittels das gasför-mige Ammoniakzu entdecken. Es wird dargestellt, wenn man 1Maaß starke Salpetersäure mit 3 — 4 Maaß Wasser verdünntund es unter öfterm Umschütteln mehrere Wochen lang mit hin-länglichem Quecksilber in Berührung läßt.
Vom Silber.
Das Silber ist das weißeste Metall, löst sich vorzüglichleicht in Salpetersäure auf und bildet damit das salpeter-saure Silberoxyd. Dasselbe besteht aus