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aber im Gegentheil die Auflösung verdünnt, enthalt in 125Loth etwa nur 6 Loth Kupfervitriol und hat sie keine freyeSaure, so schlägt sich ein Zinkkupfer nieder, das auf 4 LothKupfer 1 Loth Zink enthält.
Man kann das so entstandene Zinkkupfer vom Zink befrepen,wenn man cs mit einer Zinkstange und Wasser längere Zeit inBerührung läßt. Es entwickelt sich dann Wasserstoffgas, dasZink wird zu Zinkoxyd und das Kupfer bleibt allein zurück.
Man erhält auf diese Weise das Kupfer als ein feinesPulver, welches sich zu manchem anwenden läßt.
Eben so zersetzend wie das Zink wirkt das Eisen auf eineKupfervitriolauflösung, nur mit dem Unterschied, daß hierbloß das Kupfer sich abscheidet und nie ein Cisenkupferentsteht. Dafür bildet sich aber ein verkupfertes Eisen,wenn man es nur ganz kurze Zeit in eine etwas säuerlicheKupfervitriol-Auflösung tauchte. In diesem Fall haftet dasEisen am Kupfer.
Man hat hievon eine nützliche Anwendung beym Draht-ziehen gemacht. Der Eisendraht wird nehmlich in einem Wasserabgelöscht, welches etwas Kupfervitriol aufgelöst enthält. DerKupferüberzug, welchen hiedurch der Eisendraht bekommt,schützt ihn vor dem Aufwetzen der Zichplatte und macht ihngleichsam schlüpfrich. Bey dem letzten Anlassen geht der dünneKupferüberzug vollkommen wieder weg.
100 Loth kaltes Wasser (von 15° N.) lösen 37 LothKupfervitriol vollkommen auf. Beym Kochen nehmen dagegen100 Loth Wasser 209 Loth auf und es zeigt dann die Auflö-sung eine Hitze von 83 ° R.
Das Kupfer verbrennt im Chlorgas und es bildet sich einbraunes Chlorkupfer, welches aus
1 M. G. oder 32 Loth Kupfer uud1 M. G. oder 35,4 Loth Chlorbesteht. Wird dieß Chlorkupfer in Wasser aufgelöst, so ent-steht durch Zersetzung von 1 M> -G. Wasser salzsauresKupferoxyd; das Chlor wird mit dem Wasserstoff des Wasserszur Salzsäure und das Kupfer bildet mit dem Sauerstoff desselben