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fließt" und was darin besteht, daß inan an einerothglühendeEisenstange ein Stück Schwefel halt. Es bildet sich auf derStelle Schwcfeleisen, das in Tropfen herunter fließt. Stahlzeigt dieselbe Erscheinung, nicht aber Gußeisen; dieß verbindetsich nicht so leicht und schnell mit dem Schwefel.
Durch Eisen kann dem Gußeisen ein Theil Kohlenstoff ent-zogen werden. Packt man verarbeitetes weiches Eisen auf dieoben (S. 269-) angegebene Weise mit Gußeisen-Drehspähucnzusammen und setzt es einer heftigen Hitze aus, so wird das Eisenin Stahl verwandelt. Dieß Verfahren ist da anwendbar woman kleine aus Eisendraht verfertigte Sachen in Stahl verwan-deln will. Das graue Gußeisen paßt hiezu am besten.
Kehrt man den Versuch um, Pakt Gußeisen - Arbeit mitEisenfeile zusammen und behandelt es auf dieselbe Weise; soverliert das Gußeisen mit seinem Kohlenstoff zugleich bedeutendvon seiner Sprödigkeit und nähert sich dem Stahl. Auch dieEisenfeile ist theilweis durch die Aufnahme von Kohlenstoff inStahl verwandelt.
Gußeisen ist viel schwieriger zu verzinnen als Eisen undStahl. Um die Verzinnung dauerhaft zu bewerkstelligen mußcs erst verkupfert werden, indem man das blank gescheuerteGußeisen mit einer Auflösung von Kupfervitriol überstrcicht,wodurch sich Kupfer an das Eisen anlegt. Nach dem Abwaschenund Trocknen wird das verkupferte Gußeisen mitreinem Zinn undmöglichst wenig Salmiak auf die gewöhnliche Weise verzinnt.
Man muß sich hüten Eisen und Stahl sowohl wie Gußeisenmit anderen Metallen zusammen zu bringen, weil dieß fast im-mer das Rosten also die Zerstörung des Eisens rc. beschleunigt.So bedient man sich oft des Bleycs um eiserne Wasscrleitungs-röhren zu vereinigen. Dieß befördert ihrZcrfrefsenwcrden vomRost. Daher ist es besser sie mit dem (S. 187.) angeführtenKitt aus Leinöhl und Kalk, dem man etwas zerhacktes Wergzugcsetzt hat, zu vereinigen.
Beym Zusammenschmelzen verhält cs sich dagegen anders.Der Stahl gewinnt z. B. nicht nur an Härte und Schönheit,sondern auch an Dauerhaftigkeit, z. B. durch Chrom, Nickel,