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Grundlehren der Chemie für Jedermann : besonders für Aerzte, Apotheker, Landwirthe, Fabrikanten, Gewerbtreibende, und alle Diejenigen, welche in dieser nützlichen Wissenschaft sich gründliche Kenntnisse erwerben wollen
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darauf au, daß sich die Stücke nicht werfen. Man hat gefun-den, daß Stahlplatten und langlichte Stahlstücke, wenn siebehufs des Härtens in kaltes Wasser getaucht werden, sich,in senkrechter Lage oder nach derNichtung ihrerLänge in dasselbe eingeführt, weniger werfen als injeder anderen.

Scharfschneidige Instrumente werden besser und zweckmäßi-ger durch einen schnellen, kalten Luftstrom gehärtet alsdurch Eintauchen in Wasser. Wey dickeren Stücken zu härten-den Stahls ist dieß jedoch nicht anwendbar.

Dünner Stahldraht wirft sich beym Härten im Wasseramleichtesten. Man taucht ihn daher nicht ein, sondern legt diegehörig erhitzten Gegenstände aus Stahldraht auf einen Blockvon Gußeisen mit vollkommen ebener Oberfläche und walzt siemit einer geraden Eisenplatte hin und her. Unter diesen Um-ständen bleiben sie gerade und werden hinlänglich hart.

Einen sehr großen Härtegrad erthcilt man kleinen Gegen-ständen, wenn man sie mit dem leichtflüssigen Metallgcmisch ineinen Flintenlauf thut, ihn mit einem eisernen Stöpsel ver-schließt, hierauf bis zum Weißglühen erhitzt und dann schnell inkaltes Wasser taucht. Durch kochendes Wasser trennt manhernach die Stahlwaaren von dem Metallgemisch.

Man setzt dem Wasser, welches zum Härten bestimmt ist,sehr zweckmäßig etwas Eywciß zu. Dadurch behält der Stahlseinen Glanz und es findet keine solche Dampfentwicklung statt,wie bey bloßem Wasser, indem das Epweiß gerinnt und sichan das Eisen anlegt.

Nach genau angestellten Versuchen ist ungehärteterStahl bedeutend stärker als Eisen. Ein Stange StepcrischesEisen von einem Quadratzoll-Durchmesser zerriß durch 400Zentner Gewicht. Eine Stange Stahl dagegen, ans demsel-ben Eisen und von derselben Dicke erst bey 749 Zentner!

Wendete man demnach gemeinen guten Stahl statt des Ei-sens zu Schienen für Kettenbrücken, zu Ketten für Ankertaucrc. an, so würde der Vortheil bedeutend seyn, denn man kann