26 »
triol. Es wird gebildet wenn man Eisen mit verdünnterSchwefelsäure übergicßt, das sich darin unter einem lebhaftenAufbrauscn und Entwickeln von Wafscrstoffgas auflöst. Ausdieser Auflösung scheiden sich nach einiger Zeit durchsichtige meer-grüne Krystalle die man krystallisirtes, schwefelsauresEisenoxydul oder grünen Eisenvitriol nennt und dienach genauen Untersuchungen in 129 Loth27 Loth Eisen,
8 Loth Sauerstoff,
40 Loth Schwefelsäure und54 Loth Wasser
enthalten.
Es ist nach allem früheren klar, daß sich schon aus dieserZusammensetzung das M. G. des Eisens oder die Zahl, in wel-cher es seineVerbindungen eingeht, ableiten läßt. Ein Zah-le n v e r h ä l t n i ß bedingt in derChcmie immer nottz-wendig ein anderes. Wenn daher 27 Loth Eisen hin-reichend sind um mit 8 Loth Sauerstoff (— 1 M. G.) und40 Loth wafserfreyer Schwefelsäure (— 1 M. G.) eine selbst-ständige, krystallisirte Verbindung wie es der Ei-senvitriol ist darzustellen, so kann sein eignesM. G.nur27seyn.
Das Eisen ist, wie schon die 8 Loth Sauerstoff beweisen,im Eisenvitriol als Sauerstoffeisen und zwarals Eisen-oxyd» l enthalten, dasaus
1 M. G. oder 27 Loth Eisen und1 M- G. oder 8 Loth Sauerstoff
35
besteht und daraus abgeschieden wird, wenn man die Auflösungvon 1 M. G. Eisenvitriol mit einem M. G- Kalilauge so ver-mischt, daß die Luft gleichzeitig nicht einwirken kann. In die-sem Fall erscheint das Eisenoxydul in Verbindung mit Wasserals ein weißer Niederschlag, der durch Erhitzen mit der Flüs-sigkeit eine schwarze Farbe annimmt, indem ihm dadurchdas Wasser entzogen wird.
Setzt man das schwarze Eisenoxyd ul in Berührungmit Wasser der frcyen Einwirkung der Lust aus, so nimmt cs