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Grundlehren der Chemie für Jedermann : besonders für Aerzte, Apotheker, Landwirthe, Fabrikanten, Gewerbtreibende, und alle Diejenigen, welche in dieser nützlichen Wissenschaft sich gründliche Kenntnisse erwerben wollen
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208
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In den Kattun-Fabriken wird die essig saure Thon-erde in sehr großer Menge als Beize für rothe und gelbeFarben gebraucht. Man stellt sie gewöhnlich dar, indem maneine Auflösung von Alaun mit einer Auflösung von essigsauremBley (Bleyzucker) vermischt. Es fällt schwefelsaures Blcy inieder und essigsaure Thonerde bleibt aufgelöst. Da die Farbe ,schöner ausfällt, wenn diese essigsaure Thonerde noch unzersetz-ten Alaun enthält, und wenn man durch einen Sodazusatz ^einen Theil der Säure sättigt oder abstumpft, so nimmt manmehr Alaun als zur Zersetzung des Bleyzuckers erforderlich istund setzt außerdem eine bestimmte Menge Soda hinzu.

Nach folgender Vorschrift erhält man eine sehr starke Roth,beize für die rothen Krappfarben, so wie für den Walzendruck:150 Pfund Alaun,

15 Pfund kryst. kohlensaure Soda,

200 Pfund heißes Wasser,gemischt mit

150 Pfund essigsaurem Bley und175 Pfund Wasser,

und läßt es wohl bedeckt stehen und sich klären.

Eine minder starke Beize für Gelb und andere Böden er-hält man aus '

100 Pfund Alaun,

10 Pfund kryst. kohlens. Soda,

200 Pfund Wasser,gemischt mit

76 Pfund essigsaurem Bley und175 Pfund Wasser.

Der in beyden Fällen sich am Boden ablagernde Sah vonschwefel sa urem Bley wird nach dem Verbrauch der dar-über stehenden essigsauren Thonerdcauflösung mit 200 PfundWasser übergossen, wohl durch einander gerührt und nach demKlären abgezapft. In diesem Wasser wird, zur Ansetzung einerneuen Beize, der Alaun und die Soda aufgelöst, damit mannichts unnöthiger Weise verliere.