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erfordert. Diese geringeMenge istaber doch hinlänglich, weichesWasser in hartes zu verwandeln und namentlich beym Färbennachthei'lige Wirkungen zu äußern.
Wenn ein gypshaltiges Wasser keinen Abfluß hat, sofaultes und stößt einen Geruch nach faulen Eyern aus, der von demSchwefelwasserstoffgas herrührt, welches sich aus dem Schwefelder, durch Pflanzenstoffe während der Gährung zersetzten,Schwefelsäure bildet. Ein solches Wasser kann durch einenZusatz von
4 bis 8 Loth Chlorsoda (vergl. S. 77.) auf500 Quart Wasser
wieder rein, geruchlos und vollkommen trinkbar gemacht werden.
Auch durch Glühen mit Kohle wird die Schwefelsäure desGypscs (gerade wie die des Schwerspats und des StrontiansS. 173 und 176) zersetzt und in Schwefel verwandelt, undzugleich der Kalk in Calcium (S. 179.), so daß also Schwe-felcalcium zurück bleibt. Diese Verbindung bildet sich sehr oftauf Brandstellen wo Gypswände mit glühenden Kohlen in Be-rührung kommen, und machtsich dann durch blaue Schwefel-flammen bemerkbar.
Das kohlensaureAmmom'ak, so wie man cs bey der Destil-lation der Knochen gewinnt (S> 117.), zersetzt den in Wassereingerührten Gyps; es entsteht schwefelsaures Ammoniak undkohlensaurer Kalk. Letzterer erscheint als ein weißes Pulver.Das schwcfelsaure Ammoniak dagegen bildet eine Auflösung unddient zur Darstellung des Salmiaks (S. 122).
Der Gyps ist von sehr bedeutender Einwirkung auf dasWachsthum der Pflanzen. Namentlich hat er sich sehr nützlichbeym Kleebau erwiesen, wenn man die sich entwickelndenKleepflanzen damit bepuderte.
Auch auf Kartoffeln ist der Gyps von besonderer Wirkung.Wenn thicrischerDünger sie mehr ins Kraut treibt, so beför-dert dagegen der Gyps, dem Erdreich beygemischt, mehr dieEntwickelung der Knollen.
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