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Grundlehren der Chemie für Jedermann : besonders für Aerzte, Apotheker, Landwirthe, Fabrikanten, Gewerbtreibende, und alle Diejenigen, welche in dieser nützlichen Wissenschaft sich gründliche Kenntnisse erwerben wollen
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lang. Bestandesbloß aus Wolle, so wird es in dieser Zeitgänz-lich verschwunden, nehmlich aufgelöst seyn; bleiben dagegen Fä-den oder Gewebe zurück, so wird man schon am Aeußern erken-nen, ob es Leinen oder Baumwolle ist.

Folgende Mischung, deren Hauptwirkung dem darin ent-haltenen Kali gehört, dient zum Enthaaren der Haasenbälge:64 Loth gebrannten Kalk werden mit320 Loth Wasser gelöscht, und hiezu16 Loth Potasche und8 Loth Kochsalz gesetzt,

das Ganze wohl umgerührt und zum Bestreichen der Haasenbälgeangewandt. Es reicht für hundert Bälge hin und muß eineWärme von 18° R. haben. Die Bälge werden einzeln ange-strichen und wenn dieß mit dem hundertsten geschehen ist, so istder erste zum Enthaaren schon geeignet, was mit den Hän-den geschieht.

Derselben auflösenden Eigenschaft des Kalis ist die Wir-kung folgenden Mittels zum Wcgätzen der Warzen zuzuschrei-bcn. Man mischt

^ Loth Kali,

^ Loth gebrannten Kalk,

1 Loth Seife

mit so viel Weingeist zusammen, daß es einen dicken Brey bildet u.bestreicht damit die Warze. Diese Mischung bewirkt sehr schnelleine Entzündung und Eiterung. Man muß beym Aufträgenderselben auf die Warze vorsichtig seyn, damit nichts auf ge-sunde Theile komme, denn auch diese können dadurch zur Ent-zündung und Eiterung gebracht werden.

Es ist schon bemerkt, daß das Kali die Pflanzenfaser nichtaufzulöscn vermag, aber die mit derselben verbundenen Pflan-zenstoffe löst cs sehr leicht auf. Daher ist die Kalilauge ein sehrwichtiges Mittel, die Leinwand zum Bleichen geschickt zu ma-chen, indem sie ihr eine MengeStoffeentzieht, die durch bloßesWasser nicht entzogen werden können.

Die Lauge wird in diesen Fällen im mit Wasser sehr ver;dünnten Zustande angewandt; daher man sich auch zu ihrer