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Der Salmiak macht das Papier einer schnellem Verbren-nung fähig. Schreibt man z. B. mit einer Dinte, aus8 Loth Salmiak,
12 Loth Wasser und4 Loth Gummi
bereitet, und halt das Papier vorsichtig über ein Kohlenfeuer, sokommen die Buchstaben, die man vorher nicht sah, durch eineleichte Verbrennung oder Verkohlung des Papiers zum Vor-schein/ die nun uinauslöschlich sind.
Das Ammoniak bildet außer den genannten noch mit allenanderen bekannten Säuren Salze, deren Aufzählung hier aberganz unnütz wäre, weil sie für den Techniker von keiner Be-deutung sind.
Verbindung des Stickstoffs mit Wasserstoff undKohlenstoff.
Leitet man Ammoniakgas über Kohle, welche in einer starkglühenden Porzellainröhre befindlich ist, so vereinigen sich der >Stickstoffund Wasserstoff des Ammoniaks (S. 107.) mit demKohlenstoff der Kohle zu einer Verbindung, welche Blau-säurehcißt, und als eineklare, wasserhelle Flüssigkeit erscheint.Sie hat einen bittern scharfen Geschmack, riecht nach bikternMandeln und wirkt schon in kleinen Mengen als ein schnelltödtendes Gift.
Da das Ammoniak durch ein Erhitzen thierischer Körperz. B. der Hornspäne in großer Menge erzeugt wird und da sichhier gleichzeitig Dohle bildet, so kann man auch geradezu ausHornspänen und anderen thierischen Abfällen die Blausäure er-halten, wenn man dieselben mit einem Zusatz von Potascheglüht; diese halt mhmlich die sich bildende Blausäure zurück.
Auf solche Weise geschieht die Darstellung im Großen.Man glüht
10 Pfund Potasche mit20 Pfund Horn, oder getrocknetem Blutin einem großen Tiegel 1 Stunde lang und trägt dann die ge-schmolzene noch glühende Masse löffelweise in kaltes Wasser.