schungsgewicht Ammoniakflüssigkeit hinreicht, um die Thonerdeoder das Eisenoxydul aus 1 Mischungsgewicht schwefelsaurerThonerde oder schwefelsaurem Eisenoxydul zu scheiden.
Dos Ammoniakgas, welches im Wasser aufgelöst ist, ver-fliegt leicht wieder und verläßt das Wasser, wenn es sich inFlaschen befindet, die nicht gut verstopft sind. Noch schnellergeschieht dies, wenn sich in der Nahe ein Stoff befindet der einegroße Neigung hat, sich mit dem Ammoniak zu verbinden.Stellt man z. B. 2 offene Weingläser, wovon das eine mitAnnnoniakflüssigkeit, dasandere mit Salzsäure gefülltist, dichtneben einander und bedeckt sie mit einer Glasglocke, so wirdman nach einiger Zeit finden, daß das Glas, worin sich dieAmmoniakflüssigkeit befand, keine mehr enthält, sondernbloß reines Wasser. Alles Ammoniak hat sich nehmlich indas Glas Hinei «gezogen, welches die Salzsäureenthält und hat damit Salmiak gebildet.
Es folgt hieraus, daß man Ammoniakflüssigkeit nicht indie Nähe von Säuren stellen darf, weil sie sich damit verunrei-nigen, wenn die Oeffnungen der Flaschen nicht sehr wohlverwahrt sind.
Diese Flüchtigkeit des Ammoniaks verbunden mit der Fä-higkeit selbst die stärksten Säuren abzustumpfen oder unsauer zumachen, bietet in dem Ammoniak ein vortreffliches Mittel dar,Flecke die auf gefärbtem Zeuge durch Säuren her-vorgebracht sind, wieder auszulöschen. Alle mitBlauholz hervorgebrachten Farben z. B. Grau, Violett, Roth-braun, Schwarz werden durch Punsch, Citronensast, Him-beeressig, Johannisbeeren, und andere saure Früchte auf derStelle roth. Ein wenig Ammoniakflüssigkeit vertreibt die rotheFarbe und stellt ebenso schnell meistens die ursprüngliche Farbewieder her. Nur müssen die Zeuge mit solchen Flecken nichtschon im Wasser gewesen oder schon gewaschen worden seyn.Potasche und Soda haben zwar dieselbe Wirkung, allein siehinterlassen selbst Flecke, weil sie nicht flüchtig sind wie dasAmmoniak, dessen Ueberschuß verdunstet.
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