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Grundlehren der Chemie für Jedermann : besonders für Aerzte, Apotheker, Landwirthe, Fabrikanten, Gewerbtreibende, und alle Diejenigen, welche in dieser nützlichen Wissenschaft sich gründliche Kenntnisse erwerben wollen
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nur 1000 Gran Wasser aufnehmen kann, indeß von eineranderen Salpetersäure, welche auf 54 Gran Säure 129 GranWasser enthält, nur 1214 Gran in dasselbe Glas zu bringen sind.

Die verschiedene Stärke beyder Säuren wird nun durch dieseZahlen angezeigt; man nenntsie, wie dieß schon beyder Schwe-felsäure (S. 53.) auseinander gesetzt worden, ihre Eigen-schwere, so daß also die erstere Säure

eine Eigenschwere 1,500 undein Mischungsgewicht 67,50 (oder 67/^ )hat, die letztere dagegen:

eine Eigenschwere 1,214 undein Mischungsgewicht ---183.

Das Mischungsgewicht beyder Säuren ist daher darum soverschieden, weil der Wassergehalt beyder so verschieden ist, undsich der der ersteren Säure zu dem der zweyten verhält, wie13/^ zu 129, wenn man die reine, wasserfreye Säure inihnen gleich oder zu 54 setzt. Da nun das Wasser, wel-ches in der Salpetersäure enthalten ist, keine saure Wirkung >hat, sondern nur ihre Eigenschwere vermindert, so begreiftman, daß eine wässerige Säure oder eine von geringerer Eigen-schwere nur dann in ihren Wirkungen einer stärker» oder einervon größerer Eigenschwere gleich kommt, wenn man davonso viel mehr anwendet, als sie mehrWasser alsdiese enthält. Um dieß immer genau zu wissen, dient diefolgende Tabelle, die eben so gebraucht wird wie es bey derSchwefelsäure und Salzsäure (S. 65. und 86.) angegeben ist.