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einmal sich entwickelt und dadurch die Salzmasse mit in dieHöhe reißt. Nicht selten springen dabey auch die Gefäße.
Dem aufmerksamen Leser wird cs auffallen, daß hier zurZcrsctzungvon 58Loth oder 1 Mischungsgewicht Kochsalz 1 ^Mischungsgewicht Schwefelsäure oder 73 ^ Loth vorgeschriebensind, da nach den bereits erörterten chemischen Gesetzen doch1 Mischungsgewicht oder 49 Schwefelsäure hinreichend sepnmüßten. Diese sind auch wirklich hinreichend, um das Koch-salz vollkommen zu zersetzen, wenn man nehmlich die Destilla-tion unter frischem Zusatz von Wasser mehrere Male vornimmt.Da dieß aber im Großen nicht vorthcilhaft seyn würde, so nimmtman ^ M. G. Schwefelsäure mehr und erreicht so mit einerDestillation denselben Zweck.
Im Großen, nehmlich zentnerweise, destillirt man dieSalzsäure nicht aus gläsernen Retorten, sondern aus Cylindernvon Gußeisen. Diese werden nehmlich in der Hitze von derdampfförmigen Salzsäure wenig angegriffen, wohl abervon der tropfbaren; daher muß man stets eine solche Hitze ge-ben, daß die Säure als Dampf oder als Gas aufsteigt. Indiesem Fall enthält gewöhnlich nur die zuerst übergehendeSäure Eisen.
Die Anwendbarkeit der Salzsäure zu technischen Zweckensteht mit ihrer Wohlfeilheit in Verbindung. In Frankreich,wo sie als Nebenerzeugniß bey der Sodafabrikation gewonnenwird, kann man sie fast umsonst haben, daher bedient man sichihrer dort weit häufiger als bey uns.
Es wird nicht überflüssig seyn, einige dieser Benutzungenanzuführen, da auch wir, bey dem Aufleben der chemischen Fa-brikthätigkeiten, sie bald wohlfeiler werden erhalten können.
Da die Salzsäure sehr leicht den Kalk auflöst, so bedientman sich ihrer um den kohlensauren Kalk, welcher nicht seltendie Röhren der Wasserleitungen verstopft, zu entfernen. Sielöst nehmlich mit Leichtigkeit den gebildeten Röhrcnstein auf undfließt mit ihm als salzsaurer Kalk heraus. Es ist denkbar, daßdieß Verfahren inFrankreich weniger Kosten macht als das Auf-reißen der Wasserleitungen.
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