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dieser. Diese Verflüchtigung ist mit der Erzeugung einer so hef-tigen Kälte verbunden. daß z. B. auf Wasser schwimmendeTropfen vonSchwcfelkohlenstoffdas sie umgebende Wasserin Eis verwandeln. Es wird hier dem Wasser durchdie Verdünstung des Schwefelkohlenstoffs die Warme, welchees flüssig machte, entzogen. Jeder der sich etwas Salpeterätheroder auch nur s. g. Hoffmann'sche Tropfen auf die Hand gießt,wird an der bedeutenden Kälte, welche er hierdurch empfindet,sich die Möglichkeit von einem Gefrieren des Wassers durch ähn-liche, leicht verdampfende Flüssigkeiten vorstellen können.
Diese Flüchtigkeit des Schwefelkohlenstoffs ist darum somerkwürdig, weil seine Bestandthcile, die Kohle und derSchwefel sie durchaus nicht besitzen. Man kann die Kohle,wie ich schon (S. 22.) bemerkt habe, der Weißglühhitzc aus-setzen und es verfliegt keinStäubchen von ihr (wennman nur die Lust abhält); man muß den Schwefel 3mal soheiß wie kochend Wasser machen ehe er siedet ;und doch gebenbepde eine Verbindung die schon kocht bey einerWärme, welche die unserer Hand nur um einigeGrade übertrifft! Man kann hieraus sehen, welche un-geheure Einwirkung manche Körper auf einander ausübcn undwie nothwendig es ist, solche Einwirkungen zu kennen, wennman sich von dem, was die Chemie leistet und zu leisten vermag,einen Begriff machen will.
Verbindungen des Schwefels mit Metallen.
Der Schwefel zeigt ein sehr merkwürdiges Verhalten gegendie Metalle. Er ändert sie, indem er sich mit denselben ver-bindet, so völlig um, daß sie ihre ursprünglichen, metallischenEigenschaften verlieren, und ebenso werden auch die Eigenschaf-ten des Schwefels durch die Metalle aufgehoben und andere,neue treten an die Stelle.
Die Art und Weise, wiederSchwefelin diesen Fällen aufdieMetalle wirkt, läßt sich am treffendsten mit der Wirkung verglei-chen, welche der Sauerstoffauf die Metalle ausübt. Dieser verbin-