Das Wasserstoffgas dient außerdem noch zu vielen anderenZwecken, wovon künftig noch vieles Vorkommen wird. Solöst es die Kohle in großer Menge auf und bildet damit eineVerbindung, die Kohlenwasserstoffgas heißt, das zurs. g. Gasbeleuchtung dient.
Ferner vereinigt cs sich mit dem Stickstoff, dem Schwefel,dem Phosphor rc. und bildet damitVerbindungen, welchekünf-tig betrachtet werden sollen. Das Wasserstoffgas unterscheidetsich durch seine Leichtigkeit und Leichtentzündlichkeitvon allen anderen Gasarten; auch hat man in der Goldauflö-sung ein Mittel gefunden, sich von dem Daftyn sehr kleinerMengen zu überzeugen. Mischt man nchmlich sehr wenig Gold-lösung mit viel Wasser (2 Tropfen mit 4 Loth Wasser), soist die Mischung färben los; aber eine Wasserstoffblase reichtschon hin darin eine Röthung zu bewirken. Läßt man aufdieselbe Weise Sauerstoffgas, oder Stickgas in die Goldlösungtreten, so erfolgt keine solche Rothfärbung.
Obgleich das Wasserstoffgas brennt, so löscht es doch bren-nende Körper aus, die man darin eintaucht. Daher ist esauch für sich in die Lunge gebracht tödtlich. Ist nur ein we-nig der Luft bcygemischt, so hat es beym Einathmen keine nach-theilige Folgen. In diesem Fall bewirkt es eine merkwürdigeErhöhung der Stimme; so wie auch tönende Instrumente imWasserstoffgas höhere Töne angeben.
Vom Kohlenstoff.
Mit diesem Namen bezeichnet man die ga nz reine Kohle.
Wenn man krystallisi'rten weißen Zucker in einem bedecktenTiegel so lange erhitzt, bis sich weder Dampf noch Gas mehrentwickeln, so bleibt ein schwarzer, glanzender Körper in demTiegel zurück, dieser ist eine reine Kohle und heißt Kohlenstoff.
Die Darstellungsart zeigt schon, daß der Kohlenstoff dieHitze sehr gut verträgt, wie er denn auch wirklich Weißglühhitzeaushält, ohne sich zu verflüchtigen und ohne verändert zu wer-den , wenn man nur dafür sorgt, daß ihn unter diesen Um-