353
Zn ihrem Bereiche zählte man schon im Zahre 1827 nichtweniger, als iro,ooo Katholiken mit 780 Kirchen und87 Klöstern.
z) Das Apostolische Vikariat von Cochinchina, Tsi-ampa und Cambodja.
Der Apostolische Vikar und Bischos (JohannLudwig Taberd, Bischof von Jsauropolis) ist einFranzose, und hat außer den französischen Missionärennoch »0 eingeborne Priester. Man zählt in dieser Mission,welche außer Süd-Anam auch noch Ciampa (Binhtuam)und Cambadja umfaßt, über 100,000 Katholiken, 1 Se-minar und 1 Collegium. Zm Zahre 1821 bestanden inCochinchina 15 Frauenklöster. Die solche bewohnendenNonnen leben von ihrer HLndearbeit; ihre Regel ist ausden Schriften der h. Theresia gezogen.
Im Zahre 1832, gegen Ende des Jahres, hat inTongkin'g und Cochinchina eine schreckliche Chri-stenverfolgung begonnen. Am 6. Jan. 1833 ließ derKönig Minh-Menh sein Edikt gegen die Religionbekannt machen, worauf man sich beeilte, die Kirchen,welche hier, wie auch die Häuser, von Holz sind,zusammenzulegen, um sie in günstigerer Zeit wiederaufrichten zu können. Der 61jährige aus Tonkinggebürtige Priester Peter Tuy, erlitt standhaft denMartyrtod; denselben starb mit heiterm Gemüthe derPriester Franz Gagelin in Cochinchina; er wardam 17. Okt. 1833 erdrosselt. Sechs Tage späterfolgte ihm mit gleichem christlichen Heldenmuthe PaulDri-Buong, Hauptmann von der königlichen Leib-wache. Der Missionär Iaccard und Pater Odorico