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Seit dem Jahre 1304 hüten einzig die Franzis-kanermönche die heiligen Orte in Palästina, welchesVorrecht ihnen aus Verwenden des Königs Robertvon Sizilien und seiner Gcmahlinn Sancia, im Jahr1312 durch eine Bulle Papst Clemens VII. bestätigtward. Diese Ordensmänner stehen unter dem specnllenSchutze des Königs von Frankreich. Der Guardianbat die Leitung der geistlichen Angelegenheiten der lat.Katholiken im gelobten Lande, und steht unmittelbar»iiter dem Papste.
Der Sitz des Guardians (gegenwärtig i>. Franzis-kus) ist in der Stadt Jerusalem auf 4 Hügeln, amNähr el Kidron, an welche sich so viele der heiligstenund wichtigsten Erinnerungen knürfen. Bis zum Jahre1561 war der tzauptsitz auf dem Berge Zion, woselbstdas Cornaculum, in welchem das heil. Abendmahl einge-setzt wurde, den Franziskanern gehörte, aber von denTürken zu einer Moschee entweiht wurde; von da an aberin dem Kloster San Salvador aus dem Berge Gihon.Außer dem Guardian bestehen ein Peocurator und einGeneralvikar, nebst den übrigen Mönchen. Dieses Klosterwelches, wie ein Pilger sagt „ganz das Gepräge der Ein-fachheit und Armuth desjenigen trägt, der, ob er wohlreich ist, arm ward um unsertwillen," übt die freundlichsteGastlichkeit gegen alle Pilger; Arme werden von diesenselbst oft Noth leidenden Mönchen unentgeldlich beher-bergt und verpflegt. Zum Osterfeste 18Sl kamen 15europäische, 4 maronitische, und 26 armenische und grie-chische Katholiken. Die Mönche sind vielen Plackereienund Gelderpressungen von Seiten der Muhamedaner undSchismatiker ausgesetzt, und viele von ihnen habenschon den Martyrtod erlitten. Oie nahe dem Klostergelegene und dazu gehörige Kirche St. Salvador ist