hochverdienten Andr. Palladio. Es bestehen hier LS Kirchenund 33 Oratorien, ein bischöfl. Seminar und eine Congre-gation der Philippiner. Nahebei der Monte Berico mit derWallfahrtskirche Madonna del Mont. In der St. Bassanoan der Brenta mit It.soo E. SS Kirchen mit vielen Meister-stücken der Malerei. — Die Gottesäcker in der Lombardeisind häufig mit Zypressen bepflanzt.
H. Das Erzbisthum Mailand.
Der Erzbischof, Primas der Lombardei, hat seinen Sitzin der Hauptstadt des Königreichs, Mailand, oder Milano,in einer herrlichen Ebene an der Olona gelegen, mit 183,600Einwohnern. Zn diesem erzbischöfl. Sitze, dessen Sprengelim 4 Jahrhundert der h. Ambrosius und im 16 derh. Karolus BorromäuS verwalteten, sind 79 Kirchenwovon S4 Pfarrkirchen, und unter denen die berühmte Dvm-oder Metropolitankirche, 449 F. lang und 870 F. breit, miteiner 838 F. hohen Kuppel und soo» Bildsäulen, alles vonweißem Marmor, und dem Grabe des h. Borromeo;das Pantheon; die prächtige Kirche des h. Ambrosius,ein ehemaliger Minerventempel, mit der berühmten Biblio-thek von 60,«oo Bänden und t s.voo Handschriften; die KircheS. Lorenzo, einst ein Herkulestempel; die durch Kunstschätzeder Malerei und Skulptur ausgezeichneten Kirchen S. Ales-sandro, S. Nazaro und Celso, della Madonna alle Grazie;in dem an letzterel stoßenden Refektorium des ehemal. Do-minikanerklosters das berühmte Abendmahl von Leonardoda Vinci. Unter zahlreichen WohlthätigkeitSanstalten dasgroße HoSpital für 4000 Kranke mit soo dienenden Perso-nen, und das Spital der barmherzigen Brüder. Im ehemal.Zesuiten-Collegium von,Brera, jetzt der Univ. Pavia einver-leibt, eine Bibliothek von 80,000 Bänden. Die Salesianer,nonnen unterhalten eine weibl. Erziehungsanstalt. Geburts-ort des Alexander Manzo ni. In der St Monza, einstdie Residenz der lvngobardischen Könige, mit is.ooo E.,wird in der S. Johanniskirche die eiserne Krone aufbewahrt,mit der einst die deutschen Könige gekrönt wurden und