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Die katholischen Böhmen haben 1 Erzbisthum und 3 iSuffragan - Bisthümcr, in welchen 1834 , 3,667,374 >
Diözesangenossen lebten.
Das Erzbisthum Prag', mit 24 Bicariaten, die Graf-schaft Glatz mit einbegriffen, und 945,029 Diö- ^zesangenossen. Der Inhaber ist zugleich Primasvon Böhmen.
Der Sitz des Fürst-Erzbischofs und Primas ist in !Böhmens Hauptstadt, Prag, an der Moldau, über dieeine prächtige, 1790 Wiener Fuß lange, mit den StatuenIchhann von Nepomuk's und 25 anderer Heiligen ge-geschmückte Brücke führt, mit 120,000 Einwohnern. Unter fden 47 katholischen Kirchen Prag's zeichnen sich vorzüglichaus, die Metropolitan- und Schloßkirche zu St. Veit auf krem Hradschin, deren erste Begründung in den Anfang des fio. Jahrhunderts fällt, mit einem an Fuß hohen Thurme, ^und im Innern außer der kaiserlichen Gruft, in der die IGebeine vieler Könige, Kaiser und Fürsten ruhen, dasprächtige Grabmal des heil. Johann von Nepomukenthaltend, der wegen gewissenhafter Bewahrung des Beicht-siegels im Jahr 1383 den Tod in der Moldau erleidenmußte; die Domkirche am Thein, zu Ende des 9. Jahrhun-derts erbaut, mit ihren kühne» lichten Bogen, die strohöwer >Kirche mit dem Grabmale des heil. Norbert, Erzbischofsvon Magdeburg im 12. Jahrhundert und Stifters desPrämonstratenser - Ordens, und mit einer Orgel mit soRegistern; die Lorettokapelle mit reicher Schatzkammer; dieSt. Georgskirche mit dem Grabmale der heil. Ludmilla;der schönen Kreuzherrnkirche u. s. w. Neben dem große»erzbischöflichen Seminar, in welchem sich 3 — 400 Alumnen !und junge Weltgeistliche befinden, und einer von Fer- 'idinand i., als Damm gegen den Protestantismus gestif-teten zweiten hohen Schule, mit der eine Bibliothek vo» !130,000 Bänden vereinigt worden, befinden sich noch in