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Gegenwärtiger Bestand der römisch-katholischen Kirche auf dem ganzen Erdkreise
Entstehung
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einander vereinigt sind, die dann nur unter Einem 'Bischöfe stehen. ^

Nom, Episcopat. Mit ihm beginnt die Über-sicht aller Bisthümer. ^

Rom. an der Tiber, auf IS Hügeln erbaut, ist, wie ,aus Vorbemeldetem hervorgeht, in vierfacher Beziehung ^die Haupt- und Residenzstadt des Papstes. Desselben eigent-liche Parochialkirche, und daher die Hauptkirche der katho- !

lischen Christenheit, ist die Kirche St. Johannes vom s

Lateran. Sie geht im Rang allen andern voran, und !nennt sich Omnium urbis 6t orbis eoolssiurum Materet oaput. Sie ward von Constantin dem Großenerbaut; vor ihr steht ein 133 Fuß hoher Obelisk. Unter !den übrigen zahlreichen und herrlichen Kirchen Nom'sman zählt deren 384, und mit den Kapellen im Ganzen200 Gotteshäuser, worunter 81 Parochialkirchen ist vorallen die weltberühmte St. Peterskirche, das größteund schönste Gotteshaus der Christenheit, und vielleicht dasschönste Gebäude der Welt, zu bemerken. Dieses Wunderder kirchlichen Baukunst, von Bramante's Meisterhandbegonnen, und von Michel Angelo's Genius gekrönt,verdankt seine Entstehung der Idee des Papstes Julius n.,der katholischen Christenheit einen Tempel zu errichten,welcher bildlich die Kraft und Größe der allgemeinen Kirche sdarstellen sollte. Wenn man von der Engelsburg aus ihrnaht, erschließt sich den staunenden Blicken die ungeheureFläche eines Platzes vor der Kirche, vor dem man, mitnie gesuhlter Überraschung, wie hingebannt steht. Er istzu beiden Seiten von einer vierfachen Kolonnade in eliptischerForm eingeschloffen, und vermag wohl an 6»,oo« Menschen !zu fassen. Der Säulen Zahl beläuft sich auf S84, nebst68 Pilastern von Travertin, ein Wald von Säulen; sie ,tragen eine Balustrade mit iss Heiligen, im Geschmacks 'Bernini's. Wie zwei ausgebreitete Arme, die sich dergesummten Christenheit entgegenstrecken, schließen sich diesenSäulengängen zwei Gallerten an, die bis zu den Abstufungen