in der Hut des wahren unveränderlichen Glaubens.Gleichwie es einen Andas unter den Aposteln, so gabes auch manchen unwürdigen Hirten auf dem StuhlePetri, denn die päpstliche Würde hebt die menschlicheFreiheit nicht auf, allein die Autorität des Primatsist von der persönlichen sittlichen Würdigkeit des In-habers so wenig abhängig, als bei weltlichen Regenten,und so wenig, als die Wahrheit der Lehre. Gott hatder Kirche seinen Schutz und Beistand, durch welche»allein sie unüberwindlich ist, nie entzogen, und dieFortdauer der päpstlichen Gewalt steht, dem Schicksalebloß menschlicher Einrichtungen, welches die Geschichte aufallen ihren Blättern verzeichnet, entgegen, wunderbarvor den Augen der gläubigen und ungläubigen Welt da.
Die Gewalt des Papstes, als obersten Hirten derallgemeinen Kirche, stießt theils aus göttlichem Rechte,und ist insoweit unveräußerlich, und allgemein ver-pflichtend; theils aus menschlicher, nach Maßgabe vonZeit und Umständen übereingekommener Einrichtung,und ist in verschiedenen Staaten, je nach den besonderenVerhältnissen, modifizirt.
Diejenigen kirchlichen Behörden zu Rom, welchemit der Handhabung der Gerechtsame und Oberaufsichtdes Papstes über die katholische Christenheit beschäftigtsind, werden in ihrer Gesammtheit mit dem Ausdruckrömische Curie bezeichnet. Zn ihrer organischenEinrichtung finden alle betreffenden kirchlichen Ange-
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