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der Eindrückuiig dcr Wundmale des heiligenFranz* *), welche auf einer Lüge der Franziscaner beruht,die durch ein außerordentliches Wunder ihren OrdcnSßiftcr,
Die Verlegenheit war um so größer, weil man in kurzer Zeit reubeiden Bildern viele Wunder zu erzählen wußte. Der Ausschlag warendlich für das, welches von Paris zurückkam. Michl'S Kircbcnge-schichte. 1. Thl. S. 363.
*) Daß Franziscus, den, wie Matthäus Paris in bist. m«j. «ck«II. 1227. I^oncian 1640. z>. 339—343 bezeugt, Papst Jnnocenz Ul.mit einem Schweine verglich, die fünf Wundmale von Christuseingedrückt erhalten habe, ist eine der vielen Franziscanerlügcn, wo-durch sie ihren Orden in Aufnahme bringen wollten, und die vonSchriftstellern erzählt wird, die thcils Franziscaner sind, theils auseiner Zeit stamme», wo Nichtdcnken Tugend, Blindheit Verdienstwar, und man die scheußlichsten Mißgeburten, einer verrückten Phan-tasie für Wunder auSgab. Hätte auch FranziscuS die Wunden ge-tragen, so waren sie doch kein Beweis für das Wunder, da uns dieActen der Heiligen aus dem vierzehnten und fünfzehnten Jahrhun-dert eine ganze Menge solcher Schwärmer und Narren liefern, diesich dic Wunden selbst eindrückten. So wird ebenfalls von der Ka-tharina von Siena erzählt, daß sich Christus, der Sohn deslebendigen Gottes, mit ihr vermahlt und ihr seine Wundmale ein-gedrückt habe. Die Franziscaner konnten dies füglich nicht dulden,da cs ihrem Franz präjudicirtc und hingen dic Sache beim Fran-ziscancr Sixtus IV. an, der allen Malern bei Strafe der Er-communication verbot, die Katharina mit den fünf Wundmalen dar-zustellcn. Doch die Dominicaner nahmen sich ihrer Katharina an,und brachten den Papst dahin, daß er seine Ercommunication zurück-nahm. Der Proceß dauerte aber noch 40 Jahre, bis endlich derStatthalter Christi, Urban VIII., diesen wichtigen Strcithandelmit folgendem apostolischen Machtspruchc beilegte: daß zwar der gött-liche Bräutigam der heiligen Katharina die Wundmale beigebrachtund sie dabei zwar Schmerzen gefühlt, aber nicht geblutet habe. Sohatte cs die Heilige selbst ihrem Beichtvater, dem P. Rai-mund, erzählt, dic Maler, um der Andacht des Volkes Genüge zuleisten, stellten sic mit fünf Strahlen vor. I'iovi-m. iom. „>I >U«i>>
XIV.) I. 2. clo oiliioni^. 6t Ii6«UIic:. tlaiicliii'. Papst Gregor lx.legte allen Gläubigen zu» Tilgung ihrer Sünden auf, an die fünf