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forderte 878 den Methodius nach Rom *). Fürst Iwen-^ tibold (oder Swatopluk) nahm sich seiner an. Jo-hann VIII. drückt sich im Citationsschreiben unter andernso aus: „Wir haben in Erfahrung gebracht, daß du dieMesse in der slavischcn Sprache singest, was wir dirschon früher in einem durch Paul, den Bischof in An-cona, Übermächten Schreiben untersagt haben, indem wirwollen, daß du die Messe in der lateinischen oder griechi-schen Sprache haltest, wie es in allen Landern der Weltcingefnhrter Gebrauch ist **)>" Methodius erschien zu Rom,rechtfertigte die Einführung des slavischen Ritus, er-kannte den Papst als sein Oberhaupt, und er-hielt die Einwilligung. Merkwürdig ist der Brief, denJohann VIII. dem Methodius an Zwentibold mitgab. Esheißt: „Es laufe nicht dem Glauben zuwider, in der sla-vischen Sprache Messe zu lesen, das Evangelium unddie übrigen Schriften des alten und neuen Testaments inguter Uebersetzung und Erklärung zu lesen, oder die Tag-zeitcn zu singen; denn der, welcher die drei Hauptsprachen,die hebräische, griechische und lateinische, gemacht hat, hatauch alle übrigen Sprachen zu seinem Lobe und zu seinerEhre gemacht." Schlau setzt der Papst hinzu: „Dochsoll das Evangelium zuerst lateinisch, dann slavisch ge-lesen werden***)."— Doch dauerte auch dies nicht lange.
*) Cyrillus war gegen 870 in Rom gestorben.
**) Lp. 105. Dieser Papst muß ein fürchterlicher Ignorant ge-wesen sein. Gewiß war er nicht infakibel. Hist. eoet. 1'.
Vtll. tit>. 53. p. 7 wundert sich ebenfalls über die Unwissenheit.
***) Lp. 247. Ae> ttsron. lom. 10. Sit SN. 860. n. 18.