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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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lins Pflug von Naumburg, Friedrich Nausea vonWienerisch-Neustadt und Georg Wiceliuö ein schrift-liches Gutachten abfassen. Alle stimmten für Einführungder Priesterehe. Der Erzbischof von Salzburg hatte dieBischöfe von Passau, Freisiugcn, Rcgcnsburg, Brircn unddie übrigen Suffragaue zu einer Synode versammelt, inder einstimmig beschlossen wurde, man solle ans dem Con-cil vorzüglich für die Priesicrehe eifern. Man lese nurdie Stimme, die die trierschcn, baierschcn und königli-chen Abgeordneten erhoben. Man lese die Stimmen sovieler gut gesinnten Katholiken, die laut den Wunsch äu-ßerten, man möchte die von Gott selbst geheiligte Ehedem stets weiter cinbrcchendcn Strome geistlicher Unzuchtentgegensetzen. Doch waö geschah? Der so hoch-wichtige Gegenstand wurde aller Bitten Ferdinand's undLinderer ungeachtet, immer weiterhin ansgeschoben, uüd end-lich wurden, ohne daß man die Gründe der Gegner wider-legt, und nur einen einzige» tüchtigen Grund angeführthatte, in höchster Eile alle diejenigen mit dem fürchterlich-sten Anathem 8 ess, VIll. c. 4 . belegt, die zu behauptenwagen, die Geistlichen können sich nach Empfang der hei-ligen Weihen noch gültig verhcirathen. Kaiser Ferdinand,der noch §563 dieser Kirchenversammlung eine Sammlungder Forderungen der deutschen Nation übergeben hatte, wor-in es heißt: der Papst und die römische Curiesoll sich in Güte reformiren lassen u. s. w., abersah, daß das p-apstliche Hofgeschmeiß nur Gaukelei damittrieb, gab sehr gern seine Einwilligung zu der Auflösung,weil, wie er an seinen Legaten schreibt, von dieser auf eine