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lateinischer Sprache geschriebenen Heftes, in dem, wie imKatechismus, Fragen nnd Antworten stehen, und dessenInhalt unter aller Knut ist. Ich würde die Vernunftder Leser dieser Matter mißbrauchen, wenn ich Vieles mit-lheile» wollte. Nur einiges aus dem Hefte fürs Subdia-conat in Betreff deS Brcvierbctens. „Wie vielfach ist dieAufmerksamkeit beim Vrevicrbeten? Dreifach 1. die ge-ringste, wenn jemand auf die Worte aufmerket, in so weitsie Gottes Wort enthalten, und diese genügt, wie dasBeispiel der Klosterjungfrauen beweist*)." „Kann man
*) Man könnte mehr als 20 solcher, die Christus-Religion schän-dende Moralisten anführen, die behaupten, ein Geistlicher thue sei-ner Schuldigkeit Genüge, wenn er das Brevier auch ohne Aufmerk-samkeit auf den Sinn und die Bedeutung der Worte hersage. So
Taberna in seiner Kx-iogris tllvoiog. piuLticue p. 0. tr»c>. 3. c. t.
Es ist gewiß, daß wenigstens äußerliche (exw>»i>) Aufmerksamkeiterfordert wird. Daher wer malt, spielt (mit Karten?), Briefeschreibt, die Komödie sieht (mit Frauenzimmern schäkert) u. s. w.,würde, wenn er dabei das Brevier auswendig betet, der Vorschriftnicht Genüge leisten. ES fragt sich, ob auch eine innerliche Aufmerk-samkeit erforderlich sei. Es gibt darüber zwei Meinungen. Nachder ersten ist eine innerliche Aufmerksamkeit, wenigstens eine viriua-lis nöthig. Nach der andern genügt die äußerliche, so Laß, werauch mit einer freiwilligen Zerstreuung das Brevier betet, das Ge-setz erfüllt. So lehren Durand, Pa lud- S. Antouin Sy li-ve st. Coninck und andere bei Sanchez und Diana.
Um den Befehlen der Kirche Genüge zu leisten, wird Aufmerk-samkeit wenigstens auf die Worte erfordert. Die innere Aufmerk-samkeit aber auf den Sinn der Worte ist nicht nöthig. Denn Vielesind verbunden, das Brevier zu beten, die den Sinn nicht verstehen,wie die Klosterjnngfrauen. — Schlimm genug, daß es solche ge-weihte Papageien unter den Christen gibt. — La Croir's Mmoloxi«moiolis vooe: Lnoiitio lehrt ebenfalls mit einer Menge anderer katho-lischer Moralisten, daß kein Brevier-Beter wahrscheinlicher Weiseverbunden sei, auf die Bedeutung der Worte zu merken, und aufdas, was er Gott vorbringt, zu denken. So gottlos und wider-