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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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er doch die eigentlich geistige Ausbildung, die eigentlicheErziehung für die Kirche ini Seminar erhalt. Von, Geistedes Instituts aber hangt es ab, ob der Jüngling einwürdiger Priester, begeistert von der Höhe seines Berufes,oder ein elender Miethling werden soll. Nimmt man nundie Erfordernisse, welche an ein solches Institut der Staat,die Kirche und die gcsammte Menschheit stellen, und mitRecht stellen, weil cs dem Heiligsten gilt, so finden wir,daß ihnen das Breslauer Alumnat auch nicht in der ent-ferntesten Beziehung entspricht.

Nach dein sogenannten, äußerst erbärmlichen Concurs-eramen werden die Zöglinge ausgenommen. Früher ge-schah dies oft ohne große Berücksichtigung ihrer wissen-schaftlichen Ausbildung und ihres sittlichen Charakters;man nahm auch herumlaufende Ausländer auf, von denensich im Voraus nichts Gutes erwarten ließ, um nur dieZahl der mangelnden Subjecte in der Diöces zu ergän-zen und Messeleser zu haben. Der Geist des Institutsträgt ganz die Schlacken des Mönchthums fern vomliberalen Geiste, der hier wehen soll. Von unten bisoben herrscht der Geist des klösterlichen Noviziats, dersich in allem nur zu deutlich ausspricht.

Schon bei seinem Eintritte wird der Jüngling 14 Tagehindurch mit geist- und herzlosen Ererciticn gemartert,um auf einmal in ihm den Weltgcist zu ertödten. Aufeben düste Art bereitet e.r sich auf den jedesmaligen Em-pfang der Weihen durch 3 Tage vor.

Früh, Mittags und Abends wird in der Hauscapelledie Andacht gehalten. Es werden in lateinischer Sprache