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2 (1832)
Entstehung
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Grösse, Färbung bezeichnender Feldspath-Krystalle und an-dere Einmengungen betrifft, gar inanniclifaltige Abänderun-gen wahrnehmen *.

IN och eine andere Erscheinung welche uns im Sieben-Gebirge , wie am Puy de Dome und im Mont-Dore, auffiel,zeugt für das verschiedene Alter trachytischer Gesteine eineund dieselbe Gehifgs-Gruppe ausmachend. Wir sahen näm-

* So findet man im Sieben - Gebirge mehr als dreissig Kegel - Bergezusammengedrängt, vorzugsweise aus Trachytcn und Basalten be-stehend , ohne dass im Allgemeinen ein bestimmtes gegenseitigesVerhältniss beider auszumittcln wäre ; sie steigen neben einanderauf und lassen im Zweifel, ob Trachyte oder Basalte die neuern,oder ob beide, wenigstens den Hauptmassen nach, als gleichzeitigliervorgcbrochen gelten müssen. Und dabei herrscht in vcrhältniss-mässig beschränktem Raume eine auffallende Verschiedenheit unterden Trachytcn selbst; sie erscheinen meist scharf geschieden, wasihre charakterisirenden, oder wenigstens was die besonders häutigenEinmengungen betrifft. Das Gestein des Drachenfelsens ist kennt-lich durch die Grösse seiner Krystalle glasigen Feldspat lies:kein anderer Trachyt des Sieben - Gebirges hat sie in solcher Aus-zeichnung aufzuweisen. Die Felsart der nahen 'Wolkenburg istdurch Horn b len de-Einschlüsse bezeichnet, welche am Drachen-felsen ganz vermisst werden. Einen andern Kegel die Gc-birgs - Bewohner bezeichneten ihn mit dem Namen Rosenhahn , aufKarten liest man Rosenau fanden wir durch die Natur des ihnzusammensezzenden Gesteines gleichsam in zwei Hälften geschieden:der Trachyt der einen Bergscite führt Fe 1 d s p a th - Krystalle undHo rn b lende-Nadeln, jener der andern hat neben diesen Einschlüs-sen zugleich viele Angitc aufzuweisen. Ein Theil der Trachytedes Stenzelberges ist vor allen andern durch seine häufigen Blascn-riimne kenntlich u. s. w. Unter den zahlreichen Trachyt - Modifika-tionen welche wir im Mont-Dore zu beobachten Gelegenheit hatten,zeigten sich uns kaum zwei nachbarliche Abänderungen, die einan-der gleich zu stellen wären. Und wie auf dem alten Festlande,so ist es auch in der neuen Welt. In den Andes lässt jeder tra-chytische Kcgelbcrg Fclsarten von etwas verschiedener Zusammen-sezzung wahrnehmen. Schwarzer Glimmer erscheint am häufigstenin den Trachytcn des Cotopaxi, welche zugleich vielen Obsidianund halb verglaste Massen in Menge führen; Hornblendeherrscht in den Trachytcn des Antisana; Augit kommt zumal inder mittlcrn und untern Region des Chimborazo vor. (A. v. Hum-boldt.)