Fortschritte zu verhindern. Häufig wird es beschämt,mit Nachdruck zurück gewiesen, und ihn mit Gewaltseine Beute wieder entrissen. Die Verwüstungen desLasters sind allerdings sehr traurig. Aber wahr-lich sie würden noch trauriger sepn, sie würden langstden Erdboden mit Gräueln bedeckt, und in eine Wü-ste verwandelt, — sie würden längst jedes Heiligeentweiht, jedes Gute vertilgt, und vielleicht das Ge-schlecht der Menschen selbst aufgsrieben haben; wennnicht der Schutz des Ewigen über uns waltete, undseine Werke zu Schanden machte. Daß das Lasternoch nicht alles angetastet, noch nicht alles ergriffen,und verwüstet hat, daß noch Weisheit und Tugend,Kraft und Wohlstand, öffentliche und häusliche Glück-seligkeit unter uns gefunden wird, das ist das Werkeiner hohem Regierung, die von uns demüthig undehrfurchtsvoll anerkannt werden muß. Und waswendet Gott nicht an, das Laster unter den Menschenzu vertilgen! Mit Gewalt kann und will er es frey-lieh nicht ausrotten; er behandelt uns, unsrer Be-stimmung gemäß, als freye Geschöpfe. Wir sollenuns selbst von ihm losreißen. Aber welche Antriebeund welche Erleichterungen hat er uns dazu lassen zuTheil werden! Nichts von allem, was, unsrer Frey-heit unbeschadet, geschehen konnte, ist unversucht ge-blieben. Unaufhörlich werden wir gewarnt, auf dasElend des Lasters aufmerksam gemacht, in unserm In-nern angegriffen, zum Nachdenken geleitet. Beleh-rungen und Ereignisse, Beweise seiner Liebe und sei-nes Ernstes, erschütternde Beyspiele und eigne Be-
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