Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
504
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Ein und dreißigste Borlesung

Faraday's Entdeckung der clectrisch - magnetischenRotationen.

Die meisten Versuche, von denen ich Sic bis jetzt unter-halten habe, bezogen sich auf horizontale Leitungsdräthe oder aufDräthe, die in schraubenförmigen Windungen dem elektrischenStrome zahlreiche Umkreisungen gestatteten. Die Wirkungen eineseinzelnen neben der Magnetnadel Herabwarts oder hinaufwartsgehenden electrischen Stromes schienen sich nach den bisherigen An-gaben immer ziemlich leicht bestimmen zu lassen; aber dennochbieten sich hier ganz neue Erscheinungen dar, die von Faradayzuerst beobachtet worden sind.

Wenn die horizontale Magnetnadel in ihrer natürlichen Stel-lung im magnetischen Meridiane sich befindet; so muß, allen bisherbetrachteten Erscheinungen zu Folge, ein an ihrer Ostseitc Herab-warts gehender clectrischer Strom sic anziehcn, ein an ihrer West-seite hcrabwarts gehender clectrischer Strom sie abstoßcn. Diesesfindet sich auch wirklich so; aber wenn man den Leitungsdrath ander Seite der Magnetnadel nahe bis an die Enden bringt, so kehrtsich die Wirkung um und die Anziehung des an der Ostseite herab-gehenden Stromes geht in Abstoßung über. Dies beruht offenbarauf der schon früher erwähnten Entfernung des wahren Polcs derNadel von ihrem Ende, wodurch (l'-A. 180 ) cs sich so verhalt,als ob ein kleiner Magnet mit dem Nordpole in K, dem Süd-pole in s, wäre, und als ob die nach Ampere anzunehmendenUmkreisungen zwar in der Mitte des Magnetes ihre volle Wirk-samkeit zeigten, an den äußersten Enden aber ein umgekehrter Er-folg eintrate. Jene Beobachtung führt nun zu der Ueberzeugung,daß ein beweglicher Leitungsdrath eine Bewegung um den Pol derMagnetnadel anfangen muß; denn ein verticalec hinaufgehcndcrStrom, dessen bloßen Querschnitt ich in zeichne, weil der Drathsenkrecht gegen die Ebne des Papieres gehen soll, wird durch die