Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
501
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ihn mehrmals bei Gelegenheit der Versuche Fechners erwähnenmüssen. In den früheren Untersuchungen ist wohl die Menge desentwickelten Gas bei der Wasscrzersetzung, oder die Lange des zumGlühen kommenden Drathes, als Maaß der Kraft eines galvani-schen Apparates angegeben; aber diese und ähnliche Bestimmungenerlauben keine sonderliche Genauigkeit. Die Einwirkung auf dieMagnetnadel könnte nun auf mehrere Art zum Maaße der Kraftdes Stromes dienen, entweder indem man bei nicht allzu beweg-lichen Nadeln den Abweichungswinkel bestimmte, oder indem mandie an einem zarten Faden hängende Nadel nach Art der Eou-lombschen Drehwaage behandelte und die Kraft der Ablenkungmit der Drehungskraft des Fadens ins Gleichgewicht setzte, oderindem man die Oscillationcn der Nadel beobachtete. Die letzteMethode, die Fechner mit Recht als am meisten zu Vergleichun-gen geeignet wählte, bedarf einer genauem Erklärung. Wir nah-men bisher immer an, daß die elcctrischen Ströme in der Richtungdes magnetischen Meridians über und unter der Nadel fortlicfen,und daß diese daher zu einer gegen den Meridian senkrechten Rich-tung hin abgelenkt werde; für die jetzt zu beschreibenden Versuchedagegen ist cs nothwendig, die Umströmungcn senkrecht auf denMeridian und so statt finden zu lassen, daß der herabgehendc po-sitive Strom an der Ostfeite der Nadel herabgeht, der unter ihrhin fließende von Osten nach Westen u. s. w. Bei dieser Stellungder Ströme wird die Nadel gar nicht von ihrer Richtung abge-lenkt; aber eben die Kraft, welche sie im vorigen Falle zu derjeni-gen Stellung in Beziehung auf die Umströmungcn hinzog, in wel-cher sie sich jetzt schon befindet, eben die Kraft zeigt sich nun durchschnelleres Oscilliren der Nadel. Die Kraft der elektrischen Um-strömung besteht darin, daß sie die Nadel in die gegen die Ebneder Umströmungcn senkrechten Richtung zu bringen strebt; wennalso durch eine fremde Gewalt die Nadel von dieser Richtung ent-fernt wird, so kehrt sie mit desto größerer Schnelligkeit zu derselbenzurück, je größer die Kraft der elcctrischen Ströme ist, und dieGröße dieser Kraft läßt sich also aus der Schnelligkeit der Oscilla-tionen berechnen. Bei einem Versuche Fechners machte dieMagnetnadel, ehe sic dem elcctrischen Strome ausgesetzt wurde,4 Schwingungen in 15 Sec. und nachher, als die Wirkung des