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Dreißigste Vorlesung.
M agnetisirun g des Stahls und Eisens-
Die clectrischcn Ströme ziehen sich einander an oder stoßensich ab; sie werden vom Magnet angezogen und vom Magnet ab-gestoßen; sie zeigen unter der Einwirkung der Erde genau so wieder Magnet eine polarische Richtung gegen die Himmelsgegenden;— das war der Inhalt der neulich mitgcthcilten Folgerungen ausden Versuchen; aber die Elcctricität dient auch zum Magnetisirender Stahlnadcln, und dieser Gegenstand soll uns jetzt beschäftigen.
Ich ging neulich von der kurzen Bemerkung, daß AragoStahlnadeln mit Hülse des electrischen Leitungsdrathes magnetisirt,und daß Ampere dazu schraubenförmig gewundene Schließungs-drathe empfohlen habe, zu den wichtigen Entdeckungen Ampe-re's über; jetzt aber kann ich jene Versuche leichter angeben underklären. Wenn ich eine Stahlnadcl ihrer Länge nach so über dieQuerrichtung eines Leitungsdrathes wegziehe, daß der clectrischeStrom von rechts nach links unter der so bestrichenen Stahlnadelforlsiicßt; so ist die Stahlnadel magnetisirt, und das von mir ab-wärts gehaltene Ende der Nadel ein Nordpol geworden. — DieMagnetnadel hat aber, indem ich mir ihren Nordpol von mirabwärts gehalten denke, solche Umkrcisungsströme, nach der TheorieAmpere's, daß sie an meiner rechten Seite, welches jetzt dienatürliche Ostseitc der Nadel ist, herab und an der untern Seitevon meiner rechten nach meiner linken Seite gehen; diese magne-tisiere Nadel ist also so magnetisirt, als ob der von rechts nachlinks unter ihr vorbeifließcnde wirkliche clectrische Strom auch inihr selbst an der untern Seite einen gleichen Strom und diesemgemäß einen Umkrcisungsstrom hcrvorgebracht hätte. Findet nundies schon statt, wenn die Nadel nur auf jenem Strome in derQuerrichtung auklag; wie viel mehr wird es der Fall sein, wennder Strom umkreisend um alle Theilc der Nadel geleitet wird ! —Dieser Schluß, welcher dem Vorschläge Ampvre'Z zum Grunde