mehrere Nordlichtbogen zugleich und den Berechnungen sei wegender Verwechselung der verschiedenen Bogen nicht zu trauen; dasNordlicht stehe aber mit Wolken, die nicht viel über 2000 Fußhoch sein möchten, in Verbindung, und die ganzen Nordlichtströmemöchten sich wohl nur .einige tausend Fuß höher hinauf erstrecken.Eine Behauptung, die mir doch keineswegcs auf alle Nordlichterzu passen scheint.
Doch es ist hier nicht der Drt, hiebei zu verweilen, un-ebenst lasse ich auch die Frage, warum die Nordlichter in mairchenZeiten häufig und in manchen Zeiten selten in unfern Gegendengewesen sind, vorbei, um nur von dem zu reden, was wir überihre Natur vcrmuthcn und über ihre Wirkungen beobachten. Obsie clectrisch sind, ist ungewiß, da sie in unfern Gegenden keineelektrische Wirkung zeigen, und auch die von Franklin in Nord-America eingestellten Beobachtungen wohl nicht entscheidend genugsind. Desto sicherer aber ist ihre magnetische Wirkung. SchonHiorter hat vor sechzig Jahren bemerkt, daß die Magnetnadelgewöhnlich bei einem Nordlichte ihre Richtung ändert und dieseBeobachtung ist neuerlich von vielen Seiten her bestätigt worden,ja Arago hat durch eine bedeutende Anzahl seiner in Paris ein-gestellten Beobachtungen gezeigt, daß die Magnetnadel an denTagen sich unregelmäßig verändert hatte, wo in sehr entferntenGegenden Nordlichter beobachtet waren*). Hansteen bemerkt,daß die Magnetnadel schon vor dem Nordlichte unruhig wirdund zuweilen bis 5 » von ihrer Richtung abweicht, daß die Inten-sität der magnetischen Kraft vor dem Nordlichte größer ist undwährend desselben wieder abnimmt. Die Magnetnadel scheint dannam meisten unruhig zu sein, wenn auch die Nordlichtstrahlennicht immer gleiche Richtung behalten.
Zu diesen Beobachtungen kömmt nun noch die Bemerkung,daß die Nordlichtbogen fast genau im magnetischen Norden ihreMitte haben, und daß die Lichtsäulen des Nordlichtes mit d.rNeigungsnadel parallel liegen. Die Nordlichtbogen scheinen aus
*) Brewstcrs Einwürfe zeigen nur, daß nicht in allen Fällendas Nordlicht st cinwirkt.