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3 (1832)
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Magnetnadeln. Bestimmung der magnetischen Kraft,

welche sie erlangt haben. Boussolen. Compaß.

Unter den künstlichen Magneten verdienen die Magnetnadeln,ihrer großen Nützlichkeit wegen, besonders angeführt zu werden. IhreBestimmung ist bekanntlich, daß sie, in der Mitte unterstützt, sichhorizontal drehen und in die Richtung, wozu die magnetische Kraftsie antreibt, stellen können. Man giebt ihnen durch Bestreichendie magnetische Kraft und kann bei ihnen durch die Zeit der Ofcil-lationen die Stärke der erlangten Kraft bestimmen. Da man bejihnen leichte Beweglichkeit und vollkommen genaue, immer gleicheRückkehr in die Stellung, welche den magnetischen Kräften gemäßist, verlangt; so verdienen die Umstände, wodurch diese Zweckeerreicht werden, noch eine nähere Betrachtung.

Daß die Spitze, auf welcher die mit einer Höhlung oder miteinem Hütchen versehene Nadel ruht, möglichst scharf und möglichsthart, um nicht abgenutzt zu werden, sein muß, versteht sich vonselbst. Man hebt, um diese Abnutzung zu vermeiden, gern dieNadel von der Spitze ab, wenn sie außer Gebrauch ist, und dieseAbhebung muß so eingerichtet sein, daß die Nadel bei dem Wieder-auflegen im genau richtigen Puncte unterstützt wird und ohneStoß diese richtige Lage wieder erhält. Um die Leichtigkeit derBewegung zu befördern, würde es vortheilhaft scheinen, die Nadelrecht leicht zu nehmen, damit die Reibung desto geringer sei; aberdiesem Vortheile steht der große Nachtheil, daß leine sehr leichteNadel eine allzu geringe magnetische Kraft annimmt, entgegen.Coulomb hat über die angemessenen Verhältnisse der Nadel vieleVersuche angestellt, und giebt eine Breite von I Linie gegen 3 ZollLänge als zweckmäßig an; eine erhebliche Dicke giebt man derNadel nicht, weil eine doppelt so dicke Nadel nicht zweimal so vielmagnetische Kraft erlangt, als die von einfacher Dicke. Dagegenhat man vorgeschlagcn, zwei Nadeln, einige Linien von einanderentfernt, in genau gleicher Richtung zu verbinden, damit ihre ver-einigte Richtungskraft mit desto mehr Gewalt die Nadel zu derrichtigen Stellung zurückführe. Etwas entfernt von einandermüssen sie sein, da sonst die einander nahen gleichnamigen Pole einegegenseitige Schwächung der Kraft Hervorbringen, aus eben denGründen, welche die Stärkung der Kraft in der Nähe eines ent-

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