Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
412
Einzelbild herunterladen
 

412

oder den weichen Stahl den elektrischen Leitern und dagegen denharten Stahl den Nichtleitern vergleichen. Wenn K 8 ein Nicht-leiter für die Electricitat ist, so findet, wahrend ein andrer KörperAL ihm gegenüber gestellt wird, in seiner eignen Electricitat keinemerkliche Veränderung statt; in A L aber, wenn AL ein guterLeiter ist , findet sich, sogleich im Augenblicke der ohne Berührungeintrctcnden Einwirkung, in L die zu kk gleichnamige, in A dieentgegengesetzte Electricitat, und so verhält sich cs hier mit demMagnetismus im weichen Eisen; dagegen wenn A L ein Nicht-leiter ist, so wird nur erst nach langer Einwirkung, durch Anzie-hung und Abstoßung der von N aus wirkenden positiven Elcctri-citat, die negative Electricitat in A gesammelt, die positive nach Lhin gedrängt, und eben so tritt im harten Stahle die magnetischeWirkung langsam ein. Aber gerade so, wie der Leiter .41- wiederunclectrisch ist, nach Entfernung des elcctrisirten Körpers, so istdas weiche Eisen unmagnctisch nach der Entfernung des Ma-gnets; und so wie der Nichtleiter AH, wenn er einmal durch langeund kräftige Einwirkung des elcctrisirten Körpers in A negativ, inL positiv geworden wäre, nun lange Zeit seine elcctrischen Eigen-schaften behalten würde, so thut es der gehärtete Stahl, wenn ereinmal magnetisch geworden ist. Ja es ereignet sich wohl in demNichtleiter All, daß die positive Electricitat, nur nach a zurück-gedrängt, dort eine Zone positiver Electricitat bildet, und so wech-selnde Zonen beider Electricitätcn auf einander folgen; und ebenso ereignet cs sich in längeren Stahlnadeln AL, daß sich, wieman es nennt, Folgepuncte bilden, nämlich ein Wechseln meh-rerer magnetischer Pole, so daß A Südpol, a Nordpol ist, undweiterhin sich ein neuer Südpol findet.

Ich werde auf diese Vergleichung des Magnetismus mit derdurch Vertheilung hervortrctenden Electricität noch öfter zurückkom-men muffen, so wie die einzelnen Erscheinungen die Veranlassunggeben; hier aber muß ich sogleich auch eine sehr auffallende Ver-schiedenheit in der Wirkungs - Art des Magnetismus und derElectricität bemerklich machen, nämlich die, daß der Magnetismusnichts darbietet, was sich mit der Mittheilung der Electricität ver-gleichen ließe. Schon die durch Jahre langen Zeitverkauf im har-ten Stahle sich nicht ausgleichcnde Trennung des nordpolarischen