Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
295
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Elascylinder, und sah nun in jenem Licht-Erscheinungen, wäh-rend der äußere gerieben wurde; bei jeder Aendcrung der gegen-seitigen Lage beider Eylinder zeigten und erneuerten sich die leuch-tenden Erscheinungen. Diese Erscheinungen sind Folge der Vcr-theilung der Elcctricität, indem, wenn in /V 89.) positiveElcctricität erregt wird, die im Glase bei 6 enthaltene positiveElcctricität abgcstosien wird, und sich nach entferntem Punctenhin begicbt, welches im luftleeren Raume sich durch Lichrsrrömekenntlich macht. Wenn die Reibung ausgehört hat, und beideEylindcr ihre Lage gegen einander behalten, so stellt sich das Gleich-gewicht, ein Ruhestand der elektrischen Materien, her, wobei siejedoch ungleich ausgetheilt sein können, sobald noch irgendwo eineLadung übrig bleibt. Nähert sich nun gegen H ein andrer leiten-der Körper 6, so ändert sich die Austheilung der electrischen Ma-terie, weil die in dem Leiter 6 durch Verthcilung sich anhäufende,von der positiv-electrischen Materie in H angezogene, negativeElectricitat durch ihre entgegengesetzte Wirkung einem Theilc dervon k weg getriebenen positiv - electrischen Materie die Rückkehrgestattet. Auf ähnliche Art erklären sich alle von Hawksbeeangesiclltcn Versuche und die ähnlichen, die man mit luftleerenRohren anzustcllcn pflegt.

Eine der schönsten electrischen Erscheinungen stellt sich dar,wenn man in einem luftleeren Cylinder (t'i§. 90.) H 6, durch'dessen obere Grundfläche Hl) ein metallischer Leiter lök in denluftleeren Raum hinabreicht, die Elcctricität übcrströmcn laßt.ZstLO, wie gewöhnlich, ein metallener Teller, auf welchem derEylinder ruht, und laßt man oben positive Elcctricität cinströmen,so bewirkt diese in ihrem Ucbergange auf die untere Ableitungeinen zuweilen weißen, meistens aber schön violetten Lichtstrom,der sich, sobald ein andrer Leiter von außen dem Glase genähertwird, in Rücksicht seines Glanzes und seiner Richtung verändert,indem er den eben vorhin erwähnten Anziehungen folgt. Setztman auch am untern Theile des Eylinders der obcrn Kugel eineKugel 1! entgegen, so schießen Lichtströme in schneller Folge vonder ober» Kugel aus die untere, und nach Hildebrandt's Be-merkung scheint ein schwächerer Strahl aus der untern Kugel demvon oben kommenden zu begegnen. Wurde die obere Kugel ne-