Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
277
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Entladung noch einmal vorsucht, so erhält man noch einen Fun-ken, der jedoch immer schwach gegen die eigentliche Entladung ist.Dieses Residuum, was bei großen Flaschen und vollends beider Verbindung mehrerer Flaschen noch sehr bedeutend sein kann,entsteht daher, weil die Belegungen das Glas nicht strenge inallen Puncten berühren. Während der Ladung nämlich nehmen,so schlecht auch die Leitung des Glases ist, doch die Punkte desGlases, welche nicht in unmittelbarer Berührung mit der Bele-gung stehen, auch eine Ladung an; diese Punkte werden bei derschnellen Entladung nicht mit entladen, weil die clectrijche Materiezu fest an den Nichtleitern hangt; aber nach Verlauf längererZeit geht sic dennoch in die Belegung über, die sich daher nunwieder geladen zeigt, und noch einen Funken giebt. Solche Ueber-reste zeigen sich selbst nach mehrmaliger Entladung noch, und selbsteine völlig entladene Flasche, aus der kein Funke mehr zu ziehenist, zeigt an feinen Elektrometern immer noch Spuren sehr schwa-eher Ladung.

Unter den zahlreichen Versuchen, wozu die Flasche Veran-lassung giebt, will ich nur noch einige anführen, die mit theore-tischen Betrachtungen in Verbindung stehen. Sie sahen vorhin,daß eine isolirt ausgestellte Flasche sich nicht laden ließ; aber wennman die äußere Belegung der isolirtcn Flasche mit dem isolirtenReibzeugs, die innere Belegung mit dem isolirtcn Eonductor desgeriebenen Glases in Verbindung setzt, so gelingt die Ladung voll-kommen. Das geriebene Glas entreißt nämlich dem Rcibzeugedie positiv-elektrische Materie und führt sie durch den Conductccder inncrn Belegung der Flasche zu; die dadurch aus der äußerenBelegung ausgctricbcne positiv-elektrische Materie geht wieder demRcibzeuge zu, und giebt diesem die Fähigkeit, aufs neue sie an denEylindcr abzugebcn; die beiden Belegungen der Flasche kommenaber immer desto mehr in entgegengesetzten Zustand.

Man kann eine Flasche an der andern laden. Ist(kiZ. 81.) eine isolirt ausgestellte Flasche, die positive Funken fürdie innere Belegung erhält, so geht die positiv-elektrische Materieder äußern Belegung von ^.6 auf die mit ihr in Berührunggesetzte Kugel der zweiten Flasche 6V über, und wenn die äußereBelegung dieser durch die Hand L mit der Erde in leitender Ver-