Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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Lei: vorigen Ladung und beide gehen nun nahe genug auf die HalbsAnzahl Grade, auf 20», herab. Trennt man sic nun, entladetdas eine durch Berührung mit dem Finger, und laßt durch neueMitthcilung bei llv die Ladung sich wieder halviren, so kommenbeide auf 10 °. So wenig strenge diese Vergleichung ist, so reichtsie doch in vielen Fällen um so mehr zu, da man den Strohhalmdoch immer nur in einiger Entfernung von dem Bogen III darfVorbeigehen lasten und deshalb die Beobachtung der Grade nurmittelmäßige Genauigkeit zuläßt. Wenn man ähnlich ungeordneteElectromcter so einrichtet, daß das eine 30° zeigt, das zweite20°, das dritte 10°, bei gleichen Ladungen, so kann man dasletztere bei stärker» Ladungen anwenden, wo das erste nicht mehrbrauchbar ist, und so doch noch eine ziemlich sichere Vergleichungzwischen starker» und schwächer» Ladungen cchalren.

Weit mehr zu genauer Abmessung brauchbar ist die Eou-lombsche Drehwaage, die jedoch nur bei schwachen Ladungen kleinerKörper anwendbar ist. Sie besteht aus einem Stäbchen AI-, dasin seinem Schwerpuncte (DZ. A5.) an dem sehr feinen Faden I)befestigt ist und daher horizontal schwebend an dem Faden hängt.Da der Faden sehr dünne ist und auch eine nicht zu geringe Längebl hat, so wird er der Drehung nur eine höchst geringe Kraftentgegensetzen, und obgleich das Stäbchen A II in einer bestimmtenLage zur Ruhe kömmt, so wird doch selbst die unbedeutendste Kraftdasselbe um mehrere Grade förtcückcn und dadurch eine Drehung desFadens bewirken. Diese Drehung, die Anzahl Grade, um welcheder Faden gedreht ist, giebt ein Maaß der drehenden Kraft, undes läßt sich zeigen, daß ganz genau die zehnfache Kraft das Stäb-chen um zehnmal so viele Grade fortdreht, als die einfache Kraft.Um nun diese Coulombschc Drehwaagc bequem zu gebrau-chen, ist der Faden mit dem Stäbchen in einem cylindrischcn Glase, sodaß bl den Mittelpunct des Glases einnimmt, und auf dem Um-fange des Glases ist in der Höhe, wo der Waagebalken schwebt,eine Theilung in 300 Grade, um die Stellung von AU genaubeobachten zu können. Der Faden wird oben bei I? in einerKlemme festgehalten und diese ist mit einem Zeiger versehen; ändertman nun die Stellung der Klemme so, daß der Zeiger um 10 Gr.soctcückt, so wird sich auch die Stellung, wobei das Stäbchen zur