Gegen Davy's Theorie, daß die Abkühlung hier dasBrennen hindere, hat man mancherlei Einwendungen gemacht, diemir aber doch nicht erheblich genug scheinen, um Davy's An-sicht zu verlassen. Folgende zwei Einwendungen scheinen mir diebedeutendsten. Erstlich, man könne die Falle, wo Lichter nachDavy 's Meinung durch Abkühlung erlöschen, nicht alle so erklä-ren, weil ja oft ein ausgeblascncs Licht sich sogleich von selbst oderdurch Anblasen wieder entzünde. Bekanntlich tritt das aber nurein, wenn ein ziemlich großer glühender Docht da ist, welcher —so scheint cs mir, — Hitze genug giebt, um die Sauccstoffluft indem Maaße zu zersetzen, daß das neue Entflammen durch dieerzeugte Hitze statt finden kann; wird dieses durch Anblasen beför-dert, so muß, glaube ich, dieses Anblasen milder als dasjenigesein, wodurch man das Licht zum Erlöschen brachte. Zweitens,obgleich im gewöhnlichen Falle die Flamme nicht durch das Drath-netz dringe, so könne dies doch geschehen, wenn die brennendenGas-Arten mit bedeutender Gewalt durch diese Ocffnungen hcr-vordringcn. Dies beruht aber wohl darauf, daß beim Glühen desDrathes, welches jenem Hiudurchdcingen der Flamme vorausgcht,die Abkühlung der Lust - Arten bis unter die Entzünduugshitzeeinige Zeit fordert; dringt nun das brennende Gas mit keinererheblichen Kraft hervor, (gewöhnlich dringt wohl eher das äußerehinein,) so vergeht Zeit genug, um die geringe, nöthige Abkühlungnoch eintrctcn zu lassen; wird es aber mit Gewalt durchgcdrangt,so findet diese Abkühlung nicht vollkommen statt. Da diese Er-klärungen mir ausreichend scheinen, und der Fall des mit GewaltHervordrängcns aus dem Innern der Lampe nie statt findet, alsodie practische Anwendbarkeit nicht von diesem Einwurfe abhängt;so will ich Sie hiermit und mit andern Meinungen über die Ur-sache dieses Zurückhaltens der Flamme, (die Drathc übten eineabstoßende Kraft auf die Flamme aus, die zum Bestehen derFlamme nöthigcn Luftströmungen würden unterbrochen, u. s. w.)nicht unterhalten.
Gebrauch der Flamme vor dem Gebläse. Newmann-schcs Gebläse.
Die Flamme bietet uns durch ihre Fähigkeit, Wärme zu erre-gen, noch eine neue Reihe von Erscheinungen dar. Bekanntlich