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Auch die künstliche Eisbildung in Ost-Indien, die in vollkom-men heitern Nächten, wo die Lust nicht die Frostkältc erreicht, stattfindet, gehört hieher. Die Methode dieser Eisbildung besteht derHauptsache nach in folgendem. Auf einer Ebne macht man Ver-tiefungen von ä Fuß tief und ü Fuß breit, diese werden mit Zucker-rohr oder Stroh belegt und darauf flache Gefäße von unglasirtcmTöpfergute mit Wasser gefüllt während der Nacht ausgestellt; dieseGefäße, obgleich sie das Wasser nicht durchfließen lassen, gestattendoch ein solches Durchschwihen, daß sich die Außenseite des Gefäßesimmer feucht erhält, und in diesen Gefäßen gefriert das Wasserwährend die Luft 5" Cent, und selbst noch mehr Wärme hat. DieUebcreinstimmung dieser Eisbildung mit der Entstehung des Thaucsist nicht zu verkennen, weil auch bei jener ein ganz heiterer Him-mel und vollkommene Windstille ein nothwendiges Erforderniß ist.Wells hat in England in heitern Nächten, wo die Lust imFrühling oder Herbst nicht die Frostkalte erreichte, diese Eisbildungmit Erfolg nachgeahmt, und die Ursachen derselben auf folgendeWeise erklärt. Man stellt das Wasser in flachen Vertiefungenauf, weil die kältere Luft, als schwerer, sich nach diesen Vertiefun-gen senkt. Man legt Stroh oder Zuckerrohr unter, weil dies dieWärme der Erde, die etwas unter der Oberfläche immer größerbleibt, schlecht zulcitet, und selbst sehr leicht die Wärme entläßt,wenn dem Ausstrahlen der Wärme kein Ersatz von anders woherim Wege steht. Die durchnäßten Thongefaße scheinen die Wärmedurch Ausstrahlung leicht zu verlieren, und so ist alles hier vereinigt,um eine niedrige Temperatur hervorzubringen, die sich, bei dernur geringen Höhe des Wassers in den Gesäßen, der ganzen Wasser-Masse mittheilt. Die an der ganzen Oberfläche der Gefäße unter-haltene Feuchtigkeit kann vielleichr darum als nöthig angesehen wer-den, weil die feuchte Außenfläche der Gefäße nicht gestattet, daßein Zutritt der ÄZärme von unten her hindernd einwirke, wennauch, wie Williams es beobachtet hat, die Stroh-Unterlagenicht ganz die Eiskäite erreichte; — die von unten das Gefäßtreffende Wärme kann nämlich, zur Dampfhildung verwandt, nichtdie Abkühlung des Wassers aufhaltcn. Diese Ucbcrlegungen schei-nen mir die Schwierigkeiten bei der Erklärung dieser Erscheinunggrößtenteils zu entfernen, indem die Erscheinung nur sofern über-