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aber sollte man nicht auch auf der andern Seite zu viel thun, wennman einzig an Mischung warmer und kalter Lustmassen denkt, undBlitz und Donner als Erscheinungen betrachtet, die nur im Gefolgejener Ereignisse, ohne allen weitern Einfluß, eintrctcn? Gewißwird die Luft bei den plötzlichen Ausbrüchen eines Gewitterregensnicht so ihres Wasservorraths beraubt, wie cs der Fall sein müßte,wenn die über uns stehende Luftsäule allein ihre Dampfe hcrgäbe,wir sind daber genöthigt, einen sehr schnellen Zutritt der benachbar-ten Dampfe zuzugestehcn, obgleich sich dieses Herandringen garnicht gerade durch eine stürmische Bewegung der Lust gegen dieGcwittcrgegend zu äußert, und ich glaube daher, daß wir genöthi-get sind, unsre Unwissenheit über die Umstande, wodurch diesePlatzregen entstehen, zu bekennen. Einige hiehec gehörige Be-trachtungen werde ich noch bei Gelegenheit der Gewitter-Elcctcicitaterwähnen.
Ebenso dunkel ist der Ursprung des Hagels. Wir wissen nicht,woher die so sehr große Kälte in der Luft entsteht, die nicht alleinSchneeflocken hervorbringt, sondern so bedeutend ist, daß ganzeEismassen sich an diese anlcgen. Der Hagel scheint erst in denniedriger» Gegenden der Atmosphäre seine volle Größe dadurch zuerlangen, daß sich aus der warmen, mit Dämpfen erfüllten LuftWasser an ihm (wie an dem mit Eis gefüllten Glase im Sommer,)niedcrschlägt; aber welche große Kälte muß die kleine Eismassebesitzen, um durch diesen Zutritt warmer Dämpfe nicht geschmolzenzu werden, sondern diese Dampfe zum Gefrieren zu bringen? —Wüßten wir diese große Kälte erst zu erklären, so ist allerdings dieseVergrößerung der Hagelkörner, und ebenso der Regentropfen kalterGewitterregen, im Herabsallen, sehr gut durch jene Betrachtungerklärt.
Der Than.
Ich habe die Erscheinungen des Thaues bis zuletzt aufgcspart,weil die Mannigfaltigkeit, die sich bei dem Bethauen der Körperzeigt, von einem Umstande abhängt, an den die Phänomene derWolken und des Regens uns nicht so sehr erinnern, nämlich vondem Ausstrahlcn der Wärme von der Dbcrsiäche der Körper.