So also lernen wir genau die Menge Wassers in der Lustkennen. Wenn bei großer Hitze von 28 " it. oder 35 " denk, dieLust vollkommen feucht ist, so daß das Bethauen bei der geringstenAbkühlung statt findet, fo enthält ein Cubicfuß Luft I!»f GranWasser; wäre dagegen bei solcher Wärme die Luft so trocken, daß7" 5 Cent. — « « Ik. dem Bethauungspuncte entspräche, so ent-hielte ein Cubicfuß nur 3 s Gran und wäre also fähig kti GranWasser aufzunehmen, so daß das schnelle Ausdünstcn des Wasserszu solcher Zeit sich sehr wohl erklärt. Am schnellsten findet es statt,wenn ein lebhafter Wind den entstandenen Dampf, der das Ent-stehen neuen Dampfes hindern würde, fortführt.
Die Schwierigkeit, den Condcnsationspunet der Dämpfe zujeder Zeit zu bestimmen, hat Daniel! durch sein Hygrometer sehrbedeutend vermindert. Es besteht (l'iiy. 33.) aus einer gekrümm-ten Glasrohre, an welcher sich an beiden Enden angeblafenc Glas-kugeln I«, u von js Zoll Durchmesser befinden. In der einen I»ist innerhalb der Kugel und Röhre ein Thermometer angebracht,dann ist in diese Kugel Aethcr gethan und zum Kochen gebracht,um die Luft aus beiden Kugeln und der Röhre durch die Oeffnungk auszutreibcn; wenn die Aetherdämpfe aus der bis dahin nochoffen gelassenen Mündung k stark ausströmcn, wird diese Oeffnungan der Lampe zugeschmolzen. Indem nun so der Raum in beidenKugeln luftleer ist, wird er offenbar immer mit einem, der jedes-maligen Temperatur angemessenen, Aetherdämpfe von dem in derKugel noch in hinreichender Menge übrigen Aethcr gefüllt sein, undso lange beide Kugeln gleich auf diesen Dampf einwirkcn, steht dasinnere Thermometer so hoch als das am Fuße des Instruments infreier Luft angebrachte Thermometer I). Sobald man aber dieKugel u k, die zu diesem Zwecke mit Moufelin überzogen ist, mitActher betröpfelt, reißt der an der Oberfläche verdampfende AethcrWärme an sich, bringt daher den innern Actherdampf zum Nieder-schlagen, und bewirkt so ein lebhafteres Verdampfen des Actbcrs inder Kugel d, und dabei kühlt sich diese Kugel sehr erheblich ab.Ihre Abkühlung erreicht, bei der Gewalt, mit welcher der auf ->1'verdampfende Aethcr die Wärme an sich reißt, bald den Grad, wo-bei die Condensation der Dämpfe in der freien Luft auf der Ober-fläche der Kugel d statt findet, und der Beobachter muß, sobald er