Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
138
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Issel

Um diesen großen Unglückssällcn, die schon zahlreichen Men-schen dos Leben gekostet hoben, vorzubeugcn, Hot mon mehrereVorschläge gethon. Gegen eine nicht ollzu plötzlich cintretende Ver-mehrung der Krost des Dampfes thut gewöhnlich dos Sicherheits-ventil vollkommen genügende Dienste, jedoch Hot mon nöthig gesun-den , dos Ventil nicht so, doß es einen breiten Rond rund um hieOcffnung herum bedeckt, onzubringen, weil dos Hervordringen desDompfcs zwischen diesen Rändern ebenso wie dos Hervordringenverdichteter Luft gehindert wird *), und so dos Entweichen deSDompfcs nicht in hinreichendem Maoße stott findet. Aber do sosehr oft dos Zerspringen des Kessels durch eine plötzlichwermehrteDampf-Entwickelung bewirkt zu werden scheint, do dos Zersprin-gen zuweilen cingctrctcn ist, gleich nachdem dos Sicherheitsventilsich wirklich geöffnet hotte; so sieht mon, doß dieses für solche Fällenicht ausreicht. Mon Hot daher, und dieses Hot namentlich P e r-kins bei seinen Maschinen angebracht, einen Theil der Röhren

sst>. bei ill.) viel schwächer, als alle übrige dem Drucke deSDampfes ausgefetztcn Wände gemocht, und diesem schwachen Thcileeine solche Stellung gegeben, daß die Röhre hier, indem sic zer-sprengt wird, keine Nochtheile hervordringen kann. Je größer derso dem Dampfe geöffnete Ausgong ist, desto mehr Sicherheitgewähren gewiß diese Sichcrungsröhren. Jndeß bleibt doch, wiemir scheint, auch hier noch die Bedenklichkeit übrig, ob für eineplötzliche, beinahe vollkommen cxplodircnde, Entwickelung von Dampfdieses Mittel ausrcichc, und ob nicht der durch den Wechsel derTemperatur zum Zerspringen vorbereitete Kessel, seiner größernStärke ungeachtet, schon in eben dem Augenblicke platzen kann,wo jene Röhre zerstört wird.

Das wirksamste Mittel gegen das Zerspringen des Kesselsscheint daher ein solches zu sein, was die zu große Erhitzung desKessels unmöglich macht. Wasscrdampfe können, das dürfen wirdoch wohl mit aller Sicherheit behaupten, niemals eine Elasticität

Theil, weshalb denn dieses Hcrausbeugcn und Hercinbeugcn, wobei dievon der Wasserfläche bezcichnete Linie ruhend bleibe, mir nicht stott zufinden scheint.

1 Bergt. I. Th. S. 209.