Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
129
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Dampfmaschine nach Pferdckräften zu vergleichen, und obgleichman obenhin leicht versteht, was damit gemeint ist, so ist es dochnothweudig in wissenschaftlicher Beziehung diesen, offenbar etwasschwankenden, Begriff näher zu bestimmen. Die Angaben hierübersind bedeutend ungleich. Nach Edwards kannein Pferd, Stun-den lang gleichmäßig fortacbeitend, ein Gewicht von 150 Pfund ineiner Minute 220,Fuß hoch heben, und dieses kann man so anse-hen, als ob 150.220 33000 Pfund in einer Minute 1 Fußgehoben würben; damit stimmt Watt und auch Girard über-ein. Andre Schriftsteller dagegen, namentlich Smeaton, setzendie Kraft eines PferdeS nur so groß, daß dadurch 23000 Pfund inI Min. 1 Fuß gehoben werden konnten. Pronp nimmt sie nochgeringer an. Hiernach müßte man den Effect auf folgende Weiseberechnen. Eine Maschine in den Gruben von Eornwallis,nach Watts Anordnung erbaut, hatte einen Kolben von 03 ZollDurchmesser oder 3110 Duadratzoll; hatte sie nun mit einer Kraftvon 2 Atmosphären gearbeitet, so hatte der Druck auf den Kolben03500 Pfund betragen. Diese Maschine hob in jeden 10 Sekun-den 82000 Pfund (ungefähr 1170 Eubicfuß) Wasser in einemHube 10 Fuß hoch, also 0.82000402000 Pfund in 1 Minute10 Fuß hoch, wofür wir 7872000 Pfund in 1 Min. 1 Fuß hochsetzen; dieser Effect betrug also 230 Pfecdekraste (zu 33000 Pfund)nach Watts Angabe, oder 340 Pfccdekräste (zu 23000 Pfund)nach S m catons Angabe, und ersetzte, da die Maschine Tag unsNacht arbeitete, ein Pferd aber nur 8 Stunden foctarbeiten kann,wenigstens 720 Pferde. Wenn man bei Perkins Maschineannimmt, daß sic wirklich mit 35 Atmosphären Druck arbeitet,welches auf einen Kolben von 2 Zoll Durchmesser 1050 PfundDruck beträgt, und wenn man die Angabe hinzufügt, daß der Kol-ben in jeder Minute 100 Kolbenzüge von 1 Fuß vollendete, sohätte man 1050.100 105000 Pfund 1 Fuß hoch in jeder Min.gehoben, welches selbst nach Watt 5 Pferdekcäfte, nach Smea-lon 7 Pferdckrafre, betrüge.

Es scheint mir hier zu einer allzu weitläustigcn Betrachtungzu führen; wenn ich Sie mit dem Fcucrungs-Aufwande, den dieMaschinen fordern, unterhalten wollte. Die Maschinen von hohemDruck gewähren dabei wohl mehr als einen Vorthcil, indem der