Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
116
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Alle diese Versuche stimmen, wenn man auf kleine, hier wohlunvermeidliche, Unterschiede nicht sieht, dahin überein, daß, wennman die Rechnung für jede Temperatur ebenso führt, immer dirVerhältnißzahl ^ oder 1 zu 1,0 für die Dichtigkeit des Wasscr-dampfcs gegen ebenso warme und eine gleiche Elasticität besitzende ^Luft hcrvorgeht.

Einen Zweifel, der in Beziehung auf die Dichtigkeit der Dam-pfe Ihnen aufstvßen könnte, muß ich noch bemerken. Es könnte "scheinen, als ob bei einer Compression des Wasscrdampfes durch !einen Kolben seine Dichtigkeit ebenso wie die Dichtigkeit der zusam»mcngeprcßtcn Luft zunchmen müßte; aber das ist nicht der Fall,sondern wenn ein Eylinder, in welchem sich noch Wasser befindet,mit Dampf von der größesten Dichtigkeit gefüllt ist, und nun einKolben den Dampf auf einen engcrn Raum beschränkt, so schlägtsich, bei gleich bleibender Wärme, tropfbares Wasser nieder, undder übrige Raum bleibt nur noch mit Dampf von der vorigenDichtigkeit gefüllt. Wenn der Dampf sich auf diese Weife nieder-schlägt, so füllt sich der ganze Raum mit sichtbarem Dunste, wel-cher an den Wänden des Gefäßes, indem die i>. ihm latent gewe-sene Warme entweicht, sich in feinen Wassertröpfchcn niederschlägt.

Bei der Compression eines Dampfes, der wegen Mangel an Wassernicht seine größte, der statt findenden Wärme entsprechende, Dich-tigkeit hat erreichen können, verhält es sich anders; da nämlichtritt der Dunst- und Wassccniederschlag erst dann ein, wenn beider Compression jener Punct der größesten Dichtigkeit überschrittenist; che dieser erreicht ist, behält der, in Vergleichung gegen seinenfrühem Zustand, etwas verdichtete Dampf noch immer seine Durch-sichtigkeit und erlangt nach dem Maaße der Verdichtung einegrößere Elasticität.

So wie in dem eben erwähnten Falle der Dampf von größe-ster Dichtigkeit bei der Compression sogleich in Dunst und Wasserverwandelt wird, so geschieht es auch bei der geringsten Abkühlung.

Wir sehen dies bei dem frei hervorgehcndcn Dampfe an der Ober-fläche heißen Wassers, wo unmittelbar auf der Oberfläche der sehrheiße Dampf vollkommen durchsichtig ist, in geringer Entfernungaber, wo die Dichtigkeit des Dampfes noch wenig verändert ist,ein Dunst sichtbar wird, weil bei der eintretenden Abkühlung ein