Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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Diese Betrachtungen bezogen sich auf Dampfe, die ungemischtmit Lust einen Raum, als cigenthümliche elastische Flüssigkeit, ganzallein aussülltcn; aber da die in der atmosphärischen Luft befind-lichen Dämpfe zu wichtigen meteorologischen Betrachtungen Anlaßgeben, so verdient auch die Frage, wie sich die mit Lust gemischtenDämpfe verhalten, eine nähere Untersuchung. Und hier ist cs nunhöchst merkwürdig, daß die Menge der Dämpfe gleich groß beigleicher Temperatur ist, es mag in dem Raume, der sie aufnimmt,atmosphärische Lust enthalten sein, oder nicht. Man sollte aller-dings glauben, erstlich daß ein schon mit Luft gefüllter Raum nichtim Stande sei, nun auch noch ebenso viele Dämpfe, als die Tem-peratur cs im leeren Raume gestatten würde, aufzunchmen, undzweitens daß ein in der Luft enthaltener Dampf doch den Druckder umgebenden Lust auszuhalten habe und diesem mit der gerin-geren, ihm bei niedriger Temperatur eigenen, Elasticität nicht wi-derstehen könne; beide Vermuthungcn sind irrig. Wir sinddaher genöthiget anzunehmcn, daß die Dampft sich so mit der Lustvereinigen, daß sie, gleichsam zwischen den Lustthcilchen ihren Platzeinnehmend, dem Drucke der Luft nicht so ausgcsetzt sind, wie esbei dem gegenseitigen Drucke größerer Massen der Fall wäre. In-dem so die Luft und der Dampf, so als ob sie ganz unabhängig voneinander waren, den Raum erfüllen und ihren Druck ausüben,erleidet eine dem gemeinschaftlichen Drucke beider ausgesctztc Flächeeine Pressung, die der Summe derjenigen Pressungen gleich ist, dievon der Lust allein und vom Dampft allein würden ausgcübt wer-den. Gay - Lussac hat, um dies genau zu zeigen, ein Instru-ment angewandt, das ich schon vorhin zu einem oberflächlichenVersuche angewandt habe, und das ich nun vollständiger erklärenmuß (I'iA. 21.). Die weitere Röhre ist genau getheilt, da-mit man den Raum, welchen die Luft vor der Mischung mitDampfund nachher einnimmt, genau vergleichen könne. Sie steht infreier Verbindung mit der engen Röhre kann von oben, in-dem man die oberhalb A liegenden Stücke abschraubt, mit Queck-silber gefüllt werden, und hat unten einen Hahn VV, um Queck-silber ausfließen zu lassen. Die der Berührung mit Quecksilberausgesetztcn Thcile, die nicht von Glas sein können, müssen vonpolirtem Eisen sein, um nicht vom Quecksilber angegriffen zu wer-