Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
101
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dünstung beschleuniget. Doch die Beweise für die bei der Verdam-pfung latent werdende Warme bieten sich uns in der Folge nochauffallender dar.

Elasticikät der Dämpfe.

Die Dampfe sind ein elastisches, in vieler Hinsicht der Luftähnliches Fluidum. Um sich von der Elasticität der Dämpfe zuüberzeugen, ist vielleicht kein Versuch besser geeignet, als der fol-gende, wo sich die Dampfe in gewöhnlicher Lustwärme entwickelnund sogleich eine bedeutende Quecksilbersäule tragen. Man bedientsich zweier verbundener Glasröhren 'II', (I'iA. 21.), dereneine II' oben ganz offen bleibt, die andere I ^ mit einem HahneV oben geschlossen werden kann. Füllt man nun, indem man denoberen Ansatz ganz abschraubl, beide Röhren bis an III, mit Queck-silber, so steht dieses gewiß in beiden Röhren gleich hoch, weil derfreie Luftdruck auf beide Oberflächen statt findet, und eben dasdauert fort, wenn man das obere. Stück mit dem schließenden Hahnewieder aufschcaubt. Dieser Hahn V, der gar keine Bohrung hat,dient bei jeder Stellung, um das kleine oberhalb V befindliche Ge-fäß von der Röhre 1 A abzusperren; aber seine Fassung hat sowohlnach oben als gegen /V zu eine Oeffnung, und in der, übrigens genaucylindrischcn, Oberfläche des Hahnes selbst befindet sich eine genauunter die Oeffnung t des oberhalb O befindlichen Gefäßes V pas-sende Vertiefung, damit, wenn das Gesäß mit einer Flüssigkeit,z. B. Aethcr, gefüllt ist, und diese Vertiefung sich an der Oeffnungt befindet, auch sie einen Tropfen eben jener Flüssigkeit ausnehmc.Wird nun der Hahn in seiner genais schließenden Fassung gedreht,so daß der in der Höhlung aufgefaßte kleine Tropfen auf die untereSeite des Hahnes, also vor die nach der Röhre gehende Ocff-nung kömmt, so verdampft er und diese Dampfe füllen die RöhrelVI'; sogleich aber steigt auch das Quecksilber in der andern Röhre,wahrend cs in k herabgedrückt wird, und man sieht deutlich, daßdie Elasticität der Dampfe stark genug ist, um selbst bei mäßigerTemperatur eine erhebliche Quecksilbersäule zu tragen. Man be-dient sich hiezu gern des Schwefel-Acthers, weil er, schnell ver-dampfend , die Wirkung sogleich hcrvorbringt, und weil die Elasti-citat seiner Dämpfe größer ist, als die des Wassers.