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ger bis zum 80sten Grade der Breite gelangen können. Die Gren-zen des fast ganz undurchdringlichen Eises, welche in der Gegendvon Island und Spitzbergen eine so bedeutende Einbiegung haben,sind indeß nicht völlig unveränderlich, sondern um die Jahre 18bis 22 dieses Jahrhunderts konnte man zu den östlichen KüstenGrönlands gelangen, die seit vielen Jahren unzugänglich gewesenwaren. Diese Befreiung von Eise war dadurch entstanden, daßvorzüglich im Jahre 1818 ungeheure Eismassen sich abgelöset hat-ten und nach Süden zu getrieben waren, so große Massen, daßSchiffe, die von Neufundland (m Breite) absegelren, vieleTage lang von Eis umgeben und so weit als das Auge reichtedavon umgeben waren.
In jenen nördlichen Meeren und vorzüglich in der Davis-straße kommen Eisberge von mehr als IVO Fuß, ja bis 250 Fußüber dem Wasser und so tief gehend vor, daß sie bei OOO FußTiefe des Wassers auf dem Grunde sitzen bleiben. Sie sind sozahlreich, daß Roß 700 auf einmal in der einen Hälfte des Hori-zontes zählte. Die Entstehung dieser Ungeheuern Massen scheintvielleicht einzig oder doch wenigstens vorzüglich an den Ufern derfesten Länder statt zu finden, und die Vermuthung, daß sie vonden Abhängen der Berge ins Meer herab stürzen, hat sehr viel fürsich. Aber auch nachdem sie so das Meer erreicht haben, könnensic durch Regen und Schnee und durch feuchte Niederschläge ausder wärmcrn Luft noch sehr zunehmcn, daher denn auch sich imSommer oft oben auf denselben aufgcthautes süßes Wasser findet.Diejenigen Eismassen dagegen, welche wenig über das Wasser her-vorragend die Eisfelder bilden, entstehen auch mitten auf demMeere, indem bei stärkerer Kälte das Wasser sich mit Eiscrystallenfüllt, aus deren Vereinigung dann die oft Meilen weit verbreiteten,thcils aus großen thcils aus kleinen Stücken bestehenden, Eisfelderhervorgchen. Diese Eismassen setzen die jene Gegenden besuchen-den Schiffer oft in die größesten Gefahren. Oft finden diese sichdurch schnell sich vereinigende Eismassen so von Eis umgeben, daßsie nirgends einen Ausweg sehen, und den Bewegungen des Eisesganz und gar folgen müssen. Dabei ereignet cs sich zuweilen, daßmehrere ungeheure Eisfelder so gegen einander drängen, daß Schiffein Gefahr gcrathcn, von.ihnen zerdrückt zu werden. Besonders