der Verbindung die gleiche Spannung beider Theile auch einegleiche Ausdehnung bewirken, und der Ton, den beide Theile geben,würde gleich sein, und derselbe sein, wie bei langer dauernder Ver-bindung beider Theile; dagegen muß, wenn in dem Augen-blicke der gleichen Spannung der sich verdichtende Thcil eine etwashöhere Temperatur annimmt, der sich ansdehnendc Theil etwasan Temperatur verliert, nach der Herstellung gleicher Wärme derTon beider Theile sich ungleich zeigen, wenn die Verbindung nichtlange genug gedauert harte, um jenen Temperatur-Unterschiedvorübergchen zu lassen. Einer der Versuche Webers wird diesvöllig erläutern. Eine öll Linien lange Stahlsaite, deren beideHälften von 257 Lin. auf die angegebene Weise getrennt waren,wurde in der ersten Halste durch !»(»(>, in der zweiten durch 7t)VOGrammen gespannt. Bei der mittleren Spannung gab jede derbeiden Hälften einen sehr wenig liefern Ton, als die ^Stimmgabel,so daß, wenn man nach längerer Verbindung beider The,le (nachlängerer Lösung der Klemme) beide schwingen ließ, der erste in lsSce.der andre in E Sec. eine Schwingung weniger als die Stimm-gabel machte; aber wenn man die Lösung der Klemme nur ff Ser.dauern ließ, und dann (nach Wiederherstellung gleicher Temperatur,die sehr schnell cintritt,) die Töne prüfte, so machte der erste Thcil3 Schwingungen in 5 Sekunden weniger, der zweite Theil 3 Schwin-gungen in 5 Sccundcn mehr als im vorigen Falle. Bei so kurzerDauer der Deffnung der Klemme hatte nämlich zwar die Span-nung sich im ersten Augenblicke ausgeglichen, aber die erste, dabeineu ausgedehnte Hälfte hatte eine geringe Erniedrigung der Tem-peratur erlitten, und als diese durch Zutritt der Wärme von außengehoben war, zeigte diese Hälfte eine etwas mattere Spannungals die andre Hälfte, die, im ersten Augenblicke etwas erwärmt,gleiche Spannung, jetzt abgckühlt, stärkere Spannung zeigte. Diesedurch die Schwebungen hörbar werdende Differenz der Spannungvcrräth also, daß die Verlängerung der Saite durch vermehrteSpannung sie fähig macht, mehr Wärme auszunehmen oder einemomentane Temperatur-Erniedrigung bewirkt, das ist, bei derAusdehnung nimmt die Wärmecapacität, die spccifische Wärme,der festen Körper zu. Bei jenem Versuche mußten,, nach der ver-änderten Ausdehnung, die Wechsel der Temperatur etwa I Gr.
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