ries Instrument angegeben. Dieses Calorimeter besteht uns einemGefäße ^lsc (I'iF. 16.), in welches ein Drathnetz VO, um denzu beobachtenden Körper aufzunehmen, hincingebracht wird. Derzwischen dem Dralhnctze kl bl und dem Gefäße ^ kk ll freie Raumwird mit Eis von der Nulltemperatur gefüllt, und dann, nachdemder erhitzte Körper in das Drathnetz hinemgebracht und ganz mitEis umgeben ist, das durch die Röhre k? ausfließende, aus demaufgethaut'en Eise entstandene, Wasser abgewogen. Sie übersehenleicht, daß wenn man ein Pfund 75» E. warmes Wasser in deninncrn Raum bringen könnte, bis zur völligen Abkühlung einPfund Wasser müßte abgeflosscn sein, oder da die specisischc Warmedes Silbers 0,68 ist, daß > Pfund Silber von 75 Gr. warm indas Drathnetz gelegt, 0,08 Pfund Wasser durch Schmelzen desEises Hervorbringen wird, che jenes völlig bis zur Nulltemperaturabgekühlt ist.
Diese Angaben reichen hin, um den Begriff von dem, wasdas Ealorimcter leisten soll, deutlich zu machen; aber in der Aus-übung ist die Anstellung des Versuches nicht ganz so leicht. Zuerstnämlich ist einleuchtend , daß bei etwas wärmerer Luft schon ver-möge des Zutritts der äußerw Wärme etwas Eis schmelzen würde,und daß man dieses verhindern muß. Zu diesem Zwecke ist dasGefäß -LU 6 noch mit einem zweiten Gefäße Okl k umgeben, undd>r Zwischenraum zwischen beiden ist mit Eis gefüllt; die äußereLuft wird von diesem Eise etwas schmelzen, aber da das so entstan-dene Wasser von dem im innern Gefäße entstandenen getrennt bleibtund durch eine andre Röhre K. seinen Ausweg findet, so stört diesesden Versuch nicht, und alles durch I' abfließcndc Wasser ist durchdie Wärme des hineingcbrachten Körpers geschmolzen. Ein zweiterUmstand, welcher sich der genauen Beobachtung cntgcgcnstellt, istder, daß der mit Eisstücken gefüllte Raum bei einer geringenMenge abgethauten Wassers vielleicht gar kein Wasser giebt, weiles durch Adhäsion an den Eisstückcn und zwischen ihnen zurück-gehalten wird, und daß aus eben dem Grunde immer das aus-fließende Wasser nicht das ganz genaue Maaß des aufgcthautcnEises giebt. Diesem Uebel kann man nur dadurch ausweichen, daßman schon vor dem Anfänge des Versuches etwas Wasser zwi-schen dem Eise sich bilden und dieses abfließcn läßt, wo dann eben